Danke! Du hast „Alter Ego“ als Begriff verwendet. Also das „andere Ich“. Das widerspricht ein bisschen der Idee, dass man sich selbst bleibt. Oder habe ich das überinterpretiert?

@trickywoo , kein Problem.
Ich bin aus reiner Neugierde zu SH gekommen. Mich haben die Mädels in Strumpfhosen fasziniert und ich war neugierig wie es sich anfühlt, wenn man Nylonstrumpfbosen trägt. Hab es irgemwann mal ausprobiert und es fühlte sich toll an. Einige Zeit später hat mir die Freundin eines Freundes nach einigen Gläsern Wein angeboten einen Rock anzuprobieren.
In der fröhlichen Stimmung hab ich das gemacht und den Rock den Rest des Abends anbehalten, weil ich es sich gut anfühlte.
SH und Rock trage ich gerne und meine Stimmung hebt sich wenn ich weibliche Kleidung trage, aber es bleibt bei SH und Rock.
Wenn ich nen stressigen Tag hatte helfen Rock und SH, abzuschalten, aber ohne das ich ein Alter Ego aktiviere.
Es hilft mkr einfach runter zu kommen
Oh je, mein Fehler als ich nach dem Widerspruch „Alter Ego“ und „sich selbst bleiben“ fragte. Du hast ja geschrieben, dass bei Dir kein Alter Ego ist. Da hatte ich einen Knick in der Optik.

Geht es Dir / Euch in diesem Kontext auch so, dass Ihr das Gefühl habt, dass man Euch für einen irgendwie missglückten TV hält, wenn Ihr als Mann Rock oder Kleider trägt und eben nicht Perücke und/oder zus. Rundungen unterwegs seit?
 
Geht es Dir / Euch in diesem Kontext auch so, dass Ihr das Gefühl habt, dass man Euch für einen irgendwie missglückten TV hält, wenn Ihr als Mann Rock oder Kleider trägt und eben nicht Perücke und/oder zus. Rundungen unterwegs seit?
Hab mir darüber noch nie Gedanken gemacht.
Ich glaube aber, das es auch für andere klar ist, das ich nicht eine Frau 'kopieren' ( bitte nicht falsch verstehen) will.
 
@trickywoo , kein Problem.
Ich bin aus reiner Neugierde zu SH gekommen. Mich haben die Mädels in Strumpfhosen fasziniert und ich war neugierig wie es sich anfühlt, wenn man Nylonstrumpfbosen trägt. Hab es irgemwann mal ausprobiert und es fühlte sich toll an. Einige Zeit später hat mir die Freundin eines Freundes nach einigen Gläsern Wein angeboten einen Rock anzuprobieren.
In der fröhlichen Stimmung hab ich das gemacht und den Rock den Rest des Abends anbehalten, weil ich es sich gut anfühlte.
SH und Rock trage ich gerne und meine Stimmung hebt sich wenn ich weibliche Kleidung trage, aber es bleibt bei SH und Rock.
Wenn ich nen stressigen Tag hatte helfen Rock und SH, abzuschalten, aber ohne das ich ein Alter Ego aktiviere.
Es hilft mkr einfach runter zu kommen
hey ist similar zu meinem auch die maedchen in sh haben mich fasciniert. Und wollte wissen das feeling wie das ist. Und ich habe glaube ich schon geschrieben wie das war. Meine Schwester und ihre beste Freundin haben mich als erste gesehen und haben auch schon einiges getrunken gehabt. Aber gesagt es steht mir gut und ich bin ein ”Mädchen mit Werkzeug" (das rumaenische Wort fuer Werkzeug ist gemeint was mann hat zwischen die beine).

Mit alter ego ich weis nicht genau wie das gemeint ist. Oder du meinst du hast eine zweite Ego , das eine ist masculin und das andere feminin?
Bei mir ist klar: sexuale orientare ist von mir masculin hetero aber sonst meine mentalitaet und mein stil in general das ist sehr viel mehr feminin. Und das ist meine art das es ist plausibil und autentic. Ist 100 pro mein Identität das ich gerne gehe in clamoten von girls.
 
Geht es Dir / Euch in diesem Kontext auch so, dass Ihr das Gefühl habt, dass man Euch für einen irgendwie missglückten TV hält, wenn Ihr als Mann Rock oder Kleider trägt und eben nicht Perücke und/oder zus. Rundungen unterwegs seit?
Ich denke schon eine ganze Zeit darüber nach, ob die Aussenwelt überhaupt einen Unterschied zwischen Mann in Kleid/Rock/Strumpfhose mit oder ohne Perücke macht und ob das tatsächlich von der Perücke abhängt. Ich entscheide mich dafür, dass es egal ist, ob eine Perücke im Spiel ist. Geglückte TV gibt vielleicht auch gar nicht. Es gibt Personen wie @MatSch, die in der gesamten Erscheinung ein „abgerundetes Bild“ ergeben. An Details erkennt man aber den Mann in Kleidern immer noch, @Mrs.Samuel gab ihm, so vermute ich zumindest, deswegen den Tipp, zusätzlich zu den wirklich gelungenen Outfits auch Handschuhe zu tragen. Ich würde trotzdem nicht von geglückt sprechen, da es nicht vom Glück abhängig war resp. ist. Es gibt aber eben auch Männer, die können aufgrund ihrer Statur (Grösse, Bartwuchs, starke Hände, breiter Rücken etc.) Kleider oder Röcke anziehen, da gibt es keine zwei Meinungen, dass das ein Mann in geschlechteruntypischer Kleidung ist. Das ist dann auch nicht missglückt, weil er tun und lassen kann, was er will. Man sieht es vom Fusse der Zugspitze, auch wenn der Mensch auf dem Gipfel steht. Egal, ob mit oder ohne Perücke. Männer in Kleidern sind heutzutage eher Exoten. Ich möchte für sie weder die Attribute normal oder unnormal verwenden. Das wäre ungerecht. Vielleicht trifft es Exot ganz gut, einfach wegen der Quantität resp. des Verhältnisses Mann in Kleid zu Mann in Hose. Jeder sollte für sich herausfinden, was er anziehen will. Dabei sollte eine realistische Meinung gebildet werden, wie es auf andere wirken könnte. Mein Tipp ist dann, nicht gleich auf die Strasse rennen und sich einreden, die Reaktionen der Mitmenschen sind einem egal. Lieber mit etwas Abstand nochmal darüber nachdenken. Vielleicht ist egal nach einer gewissen Zeit mit einer anderen Stimmung doch nicht mehr egal. Wenn man der Meinung ist, so abgebildet wäre es auch ok, in der Zeitung oder auf Insta zu erscheinen , dann gerne. Hat man dann Bedenken, lieber nicht. Und, nach meiner Meinung hängt es sowieso von der Situation und dem Event ab. Ein Besuch im Café ist immer noch etwas anderes als ein Besuch eines Gothic-Events. Ich persönlich ziehe in den Biergarten, zum Einkaufen oder zum Wandern auch beispielsweise Bermudas an (ohne Strumpfhosen!), die im Laden in der Damenabteilung hingen. Ins Büro würde ich darauf verzichten, auch weil ich generell nicht gerne kurze Hosen im Büro trage. Aber trotzdem ist das CrossDressing. Es ist eben nicht so vordergründig, wie mit Kleid und oder Perücke herumzulaufen. Ich habe für mich festgestellt, Bermudas oder weiter geschnittene Jeans sind für mich in Ordnung, auch wenn ich damit fotografiert würde. Für mich ist meine Frau ein perfekter Indikator. Sie fragt mich: Willst du das genau so oder doch anders.“ Ich hoffe, ich bin nicht zu weit vom Thema abgewichen. Aber ich dachte die Gedanken passen zusammen.
 
.. Geht es Dir / Euch in diesem Kontext auch so, dass Ihr das Gefühl habt, dass man Euch für einen irgendwie missglückten TV hält, wenn Ihr als Mann Rock oder Kleider trägt und eben nicht Perücke und/oder zus. Rundungen unterwegs seit?
Das hat für mich nie eine Rolle gespielt für was mich die Leute halten.

Mir selbst ging es immer um eine Rollenerweiterung als Mann. Dazu gehörte für mich nicht nur als weiblich geltende Kleidung, sondern auch das ich Tätigkeiten, die eher den Frauen zugeschrieben wurden, wie Haushaltsarbeit und Kinderbetreuung, übernehmen wollte, ebenso wie Verhaltensweisen die eher Frauen zugeschrieben wurden wie z.B. Hilfosigkeit zugeben, Tränen zulassen, Schwächen auch zeigen usw.
Ich wollte mich nie als Mann derart einengen lassen wie es mir als Kind suggeriert wurde (Indianer kennt keinen Schmerz, keine Gefühle zeigen, alles im Griff haben, immer souverän und potent sein, alleinige Ernährer der Familie sein ...) Der Rock war da nur ein Teil davon, es ging um das innere und äußere Gesamte.

Es ging mir dabei auch nie darum irgendwie als Frau identifiziert zu werden oder mich irgendwie "weiblich" zu fühlen, sondern das, was als "weiblich" galt, in eine erweiterte Männlichkeit zu integrieren. Ich weine weil ich ein Mann bin, nicht weil ich damit meinen weiblichen Anteil lebe.
Ich habe mich in meinen Lebens-Lauf dann auch immer mit anderen Männern zusammen getan, denen es ähnlich ging, die z.B. auch aktive Väter sein wollten oder ihre Gefühle zeigen wollten und habe dann schließlich auch beruflich in die Richtung viel gemacht.

Ich bin dann während meines Studiums manchmal "im Fummel" zur Vorlesung gegangen oder mit meiner Männergruppe in lila Lederkleid und Strumpfhose auf den Brocken gewandert und manchmal, wenn ich dann auf der Bühne stand, durfte es dann auch mal ein bisserl wilder sein. Dabei war ich immer als Mann erkennbar und so wollte ich das auch.
 
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