wie wäre es mit: Wer würde als Frau im Herrenanzug und mit Krawatte in eine Bar gehen?
Auch keine Frau. Was haben Frauen davon, Herrenanzüge anzuziehen? Sie haben ihre eigenen Sachen und eine Art Travestie als Deckmantel oder Kunstform des Verkleidens habe ich in dieser Richtung auch noch nicht kennengelernt.
 
Ich stimme Dir zu.
So selten ist das nicht, viele Outfits von Kellnerinnen - und natürlich Marlene Dietrich.
In jedem Fall geht es um schönen Auftreten, wie bei uns auch.
Gruß Shelino
 
Entschuldige, dass ich mich darüber amüsiere, wie sich so manche die Welt zurecht biegt. Davon abgesehen hängen Marlene-Hosen heutzutage in Damenabteilungen. Selbst wenn es zu Zeiten von Marlene ungewöhnlich war, wenn Frauen Hosen zum Auftritt ausgewählt haben, so sind es unterdessen Damenhosen. Über das „schön“ bei einem Outfit eines Travestie-Künstlers, habe ich meine eigene Meinung. Ich denke, die wollen und können nicht schön sein.
 
Ich stimme Dir zu.
So selten ist das nicht, viele Outfits von Kellnerinnen - und natürlich Marlene Dietrich.
In jedem Fall geht es um schönen Auftreten, wie bei uns auch.
Gruß Shelino
Wie @florenzfalke schon erwähnte, deine besagten Kellnerinnen tragen keine Kleidung aus der Herrenabteilung. Diese Kellnerinnen wollen auch nicht bewusst Männer ansprechen ;)

Ja, unsere Marlene.... oder Marlie :emoji_grin:....dort gibt es einen feinen Unterschied. Ihr Outfit wurde von den Alpha-Männchen als sehr weiblich eingestuft. Sie hat sich nicht der Herrenabteilung bedient und ihre Hosen wurden auf ihrer weiblichen Figur zugeschnitten. Ich meine, dass ist im Gegenzug bei den Herren noch nicht passiert und der 1:1 Griff in die Damengarderobe flächendeckend als besonders männlich eingestuft.
 
Zwei Themen sind an gesprochen: männlich weiblich und schön
Egal ob es mittlerweile weibliche Mode ist, stammt der Hosenazug aus der männlichen. Und die Krawatte der Kellnerin ist ein männlches Accessoire. Dagegen waren Versuche, “weibliche” Stoffe in die männliche zu bringer, weniger erfolgreich, s JP Gaultier.
Schön ist ein weites Wort. Ich wollte mich nur abgrenzen von Feinripp, als ob der hier für männlich stehen könnte.
 
Egal ob es mittlerweile weibliche Mode ist, stammt der Hosenazug aus der männlichen.
Es gab keinen Herren-Hosenanzug, den Marlene Dietrich getragen hatte. Ihre Version wurde für ihre Figur geschnitten und hat ihre Weiblichkeit verstärkt. Das hat anderen Frauen und besonders den Männern gefallen (habe ich aus erster Hand berichtet bekommen, meiner Großmutter). Im Gegenzug gibt es aus der Damengarderobe keine Version für Männer, welches den Männern und Frauen auch nur ansatzweise gefällt. Das ist der Unterschied.

 
Es gab keinen Herren-Hosenanzug, den Marlene Dietrich getragen hatte. Ihre Version wurde für ihre Figur geschnitten und hat ihre Weiblichkeit verstärkt. Das hat anderen Frauen und besonders den Männern gefallen (habe ich aus erster Hand berichtet bekommen, meiner Großmutter). Im Gegenzug gibt es aus der Damengarderobe keine Version für Männer, welches den Männern und Frauen auch nur ansatzweise gefällt. Das ist der Unterschied.
Ich finde durchaus, dass es Röcke gibt, die gut am Mann aussehen und dem männlichen Körper schmeicheln. Es gibt ja auch Kilts, Cargo-Röcke oder auch Männerröcke in der Metal-Szene, die stimmig wirken. Das Problem ist, dass es allgemein als Schwäche konnotiert wird, wenn ein Mann etwas weibliches trägt. Deshalb werden sich niemals viele Männer trauen. Umgekehrt wirkt eine Frau in „Männerklamotten“ stark und selbstbewusst
 
... Sie haben ihre eigenen Sachen und eine Art Travestie als Deckmantel oder Kunstform des Verkleidens habe ich in dieser Richtung auch noch nicht kennengelernt.
Ich hab mal vor ein paar Jahren in Berlin eine Art Theatershow gesehen, in der eine Frau in zahlreiche unterschiedliche "Männerkostüme" geschlüpft ist und zwar so, dass es nicht ihre Weiblichkeit betont hat, sondern im Gegenteil sie tatsächlich sehr (teilweise fast machohaft) männlich wirkte. Dabei hat sie auch teilweise typische männliche Verhaltensmuster gespielt, wie z.B. sexuelle Anmache und Ähnliches. Sie hat das sehr gut gemacht und sowohl meine Frau als auch ich waren beeindruckt.
Nur nebenbei: In ihren Programm kam auch ein großere schlanker, muskulöser Mann vor, dessen Oberkörper nackt war und der eine transparente Strumpfhose trug.
Die Künstlerin, deren Namen ich leider vergessen habe, spielte mit den Geschlechterrollen in alle Richtungen und es ist ihr m.E. sehr gut gelungen.
 
Es gibt ja auch Kilts, Cargo-Röcke oder auch Männerröcke in der Metal-Szene, die stimmig wirken. Das Problem ist, dass es allgemein als Schwäche konnotiert wird, wenn ein Mann etwas weibliches trägt.
Hallo Klaudia.... und das glaube ich nicht. Deine genannte Stimmigkeit wird nur von (viel zu) wenigen so gesehen.

Den anderen gefällt die Optik einfach nicht.

Sie würden sicherlich nicht in der Masse zur Damengarderobe greifen, wenn dieses Phänomen "Schwäche" vollkommen eliminiert werden würde. Das ist der Grund meines Einwandes: Keine konstruierten Rahmenbedingungen erschaffen, die in der Allgemeinheit keinen Anklang empfinden.

Einfach machen, sowie es für jeden möglich ist...
 
Es ist alles okay, ich sage wenn ich geh mit heels ist mein feeling und style. Ich denke nicht an Frauen oder Männer anmachen. Smalltalk gibt automatisch ob ich gehe in lange Hose und Shirt oder ob ich gehe mit wie ich gerne hab, ultrashort hotpants mit dünne schwarze sh und heels. Smalltalk oder auch andere talk geht immer.
Frauen mach ich nicht an weil ich bin ganz fest in zarte haende, das ist firm 100 pro seit exact 1 jahr.
Mit meine Prinzessin da geh ich lange Hose, was sie sagt sie mag.
Aber wir beide haben differen Business und jeder sehr viel in demand.
Aber sie will immer sehen zu Hause wie ich kann gehen mit 11cm stieto und sagt wie ein frau kannst du das.
Und das ist big damn compliment!
 
Ich finde durchaus, dass es Röcke gibt, die gut am Mann aussehen und dem männlichen Körper schmeicheln. Es gibt ja auch Kilts, Cargo-Röcke oder auch Männerröcke in der Metal-Szene, die stimmig wirken.
Die von dir beschriebenen Röcke sind allesamt aus schwereren Materialien, sonst würden sie auch überhaupt nicht irgendwo oder gar zu zu einer Metal-Szene passen. Ich gebe zu bedenken, da schmeichelt so gar nichts. @Samuel hat das sehr gut zusammengefasst. Geh mal in ein Kaufhaus in die Herrenabteilung und suche einen Rock oder auch Strumpfhosen. Du wirst nichts finden. Und das darauf zu schieben, dass Männer keine Kleidung tragen wollen würden, die mit „Schwäche“ oder „schwach sein“ verbunden würde, halte ich für hochgradig frauenfeindlich und fragwürdig! Die Optik eines Mannes in Midirock und Chiffonbluse wird eben definitiv nicht als „stimmig“ eingestuft. Also gibt es keine Nachfrage und wo kein Bedürfnis besteht, gibt es auch niemanden, der das erfüllen wollte.
Worum es mir ursprünglich ging: Welche Frau käme denn tatsächlich auf die Idee, sich Männerkleidung tragend (!) in eine Bar zu gehen und irgendwelche Reaktionen abzuwarten? Für solcher Art Feldversuche ist Frauen im Normalfall die Zeit zu kostbar. Ausnahmen gibt es und sei es, wie in Krabats Theaterstück, um eine Form von Kunst zu präsentieren. Ich bleibe dabei, das ist eine Art Mutprobe und für Männer mit Fetisch.
 
Ich hab mal vor ein paar Jahren in Berlin eine Art Theatershow gesehen, in der eine Frau in zahlreiche unterschiedliche "Männerkostüme" geschlüpft ist und zwar so, dass es nicht ihre Weiblichkeit betont hat, sondern im Gegenteil sie tatsächlich sehr (teilweise fast machohaft) männlich wirkte. Dabei hat sie auch teilweise typische männliche Verhaltensmuster gespielt,
Ich frage mich ja, warum sowas spielen muss. Jede Frau, die Vorständin oder gar CEO ist, oder Kanzlerin, hat typisch männliche Verhaltensmuster drauf. Sonst wäre sie nicht da. Frauen in Vorständen sind nicht dort, weil es eine Quote gibt (und das ist auch gut so), sondern weil sie sich ein Ziel gesetzt haben und es erreichen wollten, dass sie dahin kommen. Daneben haben sie auch typisch weibliche Eigenschaften, die Männer in Vorständen eher nicht haben. Und das ist der grosse Vorteil der Frauen. Sie setzen das ein, was situativ richtig ist, also wenn sie gut sind. Als Beispiel nenne ich mal den Umgang unserer früheren Kanzlerin mit Männern, die ihr in ihrer Position gefährlich hätten werden können. Ist da ein Unterschied zu sehen gewesen? War das männlich oder weiblich? Das war ein Verhalten zur Erhaltung von Macht. Bewusst und gekonnt! Können nicht alle, Frauen oder Männer.
 
Ich hab mal vor ein paar Jahren in Berlin eine Art Theatershow gesehen, in der eine Frau in zahlreiche unterschiedliche "Männerkostüme" geschlüpft ist und zwar so, dass es nicht ihre Weiblichkeit betont hat, sondern im Gegenteil sie tatsächlich sehr (teilweise fast machohaft) männlich wirkte
Ich frage mich ja, warum sowas spielen muss
Weil es die Tätigkeit einer (Achtung der genaue Wortlaut ist dabei entscheidend!) Schauspielerin mit sich bringt, unterschiedlichste Rollen spielen zu können. Und du musst es so spielen, wie die Regisseure die Rolle umgesetzt sehen wollen, ansonsten bekommt jemand anders die Rolle.