Ich bin also an meinem persönlichen Ziel angelangt.
Wenn es wirklich Deine Zielsetzung war, dass Du Feinstrumpfhosen ohne Geheimnistuerei tragen möchtest, dann hast Du offensichtlich Dein Ziel erreicht.
Dennoch finde ich es schade, dass Du nicht das offene Gespräch gesucht hast, sondern es durch die Hintertür mit vielen Fragezeichen im Kopf gemacht hast.
Aber Hand auf Herz, bist Du am Ziel Deiner Wünsche und Bedürfnisse angekommen? Ich denke nicht, wenn es einen verschlossenen Geheimkoffer gibt.
Mit dieser Hintertür hast Du in meinen Augen bewiesen, dass es kein absolutes Vertrauensverhältnis in Eurer Beziehung gibt. Sie kennt scheinbar, dass es geheimnisvolle Orte gibt, Du mistraust ihr, dass sie Deine Einstellung zu gewissen Kleidungsstücken verstehen, tolerieren oder akzeptieren kann oder will.
Dabei sehe ich aber, dass bei Euch die Basis für ein vertrauensvolles Gespräch vorhanden ist. Nicht weil die zu waschenden Strumpfhosen danach wieder an Ort und Stelle waren, sondern ich beziehe mich auf diese Aussage
"Du hast hoffentlich ein sexy Strumpfhöschen drunter?"
Klar, es gibt da verschiedene Interpretationsmöglichkeiten. Vielleicht durch das Wort "sexy" als Ironie, dass sie Strumpfhosen als Liebestöter betrachtet, aber vielleicht auch, dass ihr bewusst ist, dass für Dich das Tragen mehr als nur der einfache Kälteschutz ist. Das man auch ohne das Tragen von Feinstrumpfhosen überleben kann, weiß sie ja von sich selbst. Vielleich auch deshalb der Diminutiv.
Aber das Wort "hoffentlich" ist für mich der Wink mit dem Zaunpfahl.
Ich sehe es so, dass Deine Frau durch ihr Verhalten Brücken bauen will, dass Du Dich ihr gegenüber völlig öffnest, zum Beispiel durch die schönen Worte zu Deinem Geburtstag, scheinbar nachdem sie Deine Strumpfhosen gewaschen und nicht wie von Dir befürchtet entsorgt hatte.
Auch mir ist bewusst, dass es eine große Überwindung ist, sich seiner Frau völlig zu öffnen und der Einstieg schwer ist, zumal es noch das Damoklesschwert gibt, dass dies der Auslöser zur Beendigung sein kann.
Aber in Deinem Fall scheinen die Grundvoraussetzungen doch viel besser zu sein. Vor allem kannst Du ihr anbieten, dass Du Deine geheimen Schätze nur in ihrer Abwesenheit anziehst, damit wäre der Status Quo doch "legalisiert". Falls es ihr egal ist, wie Du zu Hause rumläufst, dann wärst Du einen Schritt weiter. Ihr "Nein" zu den geheimen Sachen hast Du ja gefühlt schon, es kann also nur noch besser werden.
Umgekehrt, wäre Deine vollständige Öffnung ihr gegenüber nicht auch ein Liebesbeweis von Dir, nachdem sie Dir bisher mit den ihr bekannten Feinstrumpfhosen nicht die Hölle auf Erden gemacht hat? Letzteres ich auch für mich eine Unterstreichung Ihrer Zuneigung Dir gegenüber.
Denk bitte auch daran, mit Deiner mehr oder minder offenen Geheimniskrämerei kann sie irgendwann bei Bedarf einen Strick daraus drehen, was aber nicht möglich ist, wenn Du vorher offen und ehrlich zu ihr bist. Dabei denke ich nicht automatisch im Zusammenhang mit einer Trennung, aber versetze Dich doch mal im die Rolle Deiner Frau. Er hütet da gewisse Geheimnisse, hat er kein Vertrauen in mich, dass ich zu ihm ohne wenn und aber stehe?
Stell Dir mal vor, Du würdest irgendwann mal zum Beispiel Reitgerten in irgendeinen Versteck finden, obwohl sie mit dem Pferdesport nichts am Hut hat. Ich denke, da würde auch bei Dir der Schädel brummen, würde sie mich damit gerne verhauen, schlägt sie sich selber damit, hat sie einen besonderen Kick, so eine Peitsche in der Hand zu halten?
Eigentlich Fragen, die nur sie Dir beantworten kann.
Wenn sie eines Tages eine Reitgerte an der Wohnungstür platziert mit dem Argument, damit kann man unliebsame Besucher vertreiben, mag das vielleicht stimmen, ist aber keine Antwort darauf, warum sie erst die Sachen versteckt hat oder die Anschaffung aus diesem Grund nicht mit Dir besprochen hat.
Zugegeben, das klingt ein wenig konstruiert, soll aber verdeutlichen, was in einem vorgeht. wenn er mit einem Geheimniskrämer zusammenlebt. Warum nicht gleich die Katze aus dem Sack? Um bei dem Beispiel mit den Reitgerten zu bleiben; Eine Öffnung Deiner Frau bedeutet ja nicht zwangsweise, dass Du Dich danach regelmäßig von Deiner Frau verhauen lässt oder sie sogar damit schlagen wirst. Sie hat ihre Gründe für den Besitz der Reitgerten, so wie Du Deine Gründe für Feinstrumpfhosen und mehr hast.
Ist das gegenseitige Respektieren, selbst bei Sachen, die man selber nicht nachvollziehen kann, nicht eine Basis für eine vertrauensvolle Beziehung?
und auch noch erwarten, dass sie mir Komplimente für meine tollen Beine in FSH macht.
Viel erwarten das offenbar von Ihrer Frau/Partnerin. Ich bin allerdings der festen Meinung, dass dann die Probleme beginnen. Das zwanghafte sich Zeigen in FSH und daraus ein großes Thema zu machen, ist das was Frauen total abtörnt. Oder natürlich das öffentliche Zurschaustellen der feinbestrumpften Beine unter kurzen Hosen oder sowas.
Da stimme ich Dir voll zu, zu Hause hat meine Frau nichts dagegen, was ich dort anziehe, auch über die klassische Feinstrumpfhose hinaus, aber das bleibt im den eigenen 4 Wänden. Damit kann ich wunderbar leben, schließlich würde sie mit erkennbaren Feinstrumpfhosen an mir im "Outdoor-Bereich" automatisch in "Sippenhaft" genommen,
Das möchte ich meiner Frau (und somit auch mir selbst) nicht zumuten. Daher sehe ich Berichte hier im Forum, wo Frauen ihre Männer in Feinstrumpfwaren und/oder mehr drängen oder den Mann auf der Straße im entsprechenden Outfit begleiten, eher im Bereich der Wunschphantasien.
Aber wie ihr zu Hause damit umgeht, ist Eure persönliche Sache. und mehr oder minder offene Geheimnisse stören in meinen Augen den Haussegen auf langer Sicht.
Daher gilt für mich der Grundsatz:
Eine gutes Gespräch ist durch nichts zu ersetzen, höchstens durch ein besseres Gespräch.
Die besagte Hintertür bringt es auf Dauer nicht, sie kann auch in eine dunkle Abstellkammer führen.