Krankenkassen- Kostenübernahme und Eigenverantwortlichkeit

Wu2Wai8

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Dieses Herumbasteln an der von der Natur gegebenen Haut ist für mich geradezu krank.
Dazu passt auch die Einschätzung einer Dermatologin, die sich in einem Artikel der Vogue sehr kritisch dazu äußert:
Das ist bemerkenswert- auch und gerade auf dem Hintergrund der geplanten Gesundheitsreformen:


Was sagen die Dermatologen denn dazu?

Wie üblich werden Wirtschaftsinteressen vgl Ursachen und Folgen des Klimawandels
über das individuelle Recht auf Gesundheit gestellt.

Kurios oder?

Die Politik hetzt gegen mutmaßliche Sozialschmarotzer, Söder will den Kündigungsschutz und Merz die Feiertage abbauen.

Und irgendwann haben wir es geschafft und haben auch in Deutschland amerikanische Verhältnisse. Schaut mal auf den sozialen Netzwerken wie das aussieht, wenn Amerikaner einkaufen gehen. Das sind doch lohnenswerte Aussichten, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
das individuelle Recht auf Gesundheit
Welches meinst du damit? Das Recht nach missglückten Schönheits-OPs wieder gesund gemacht zu werden und das auf Kosten der Allgemeinheit? Oder das Recht von Nikotinabhängigen auf Beseitigung von krankhaften Auswirkungen des Rauchens? Oder das Recht von Tattoowierten und Gepiercten, dass sie ebenfalls die Leistungen der Ärzte und des gesamten Gesundheitssystems in Anspruch nehmen können, ohne für individuelle Risiken einen Aufschlag zu bezahlen? Wer Rechte für sich beansprucht, sollte auch die Pflichten kennen. Mir geht gewaltig auf den Geist, dass heutzutage alle ausschliesslich ihre Rechte kennen und diese laut einfordern. Wenn jemand solche Behandlungen als sein individuelles Recht deklariert, soll er auch individuell dafür zahlen. Auch bei Komplikationen. Wahrscheinlich wäre das Gesundheitssystem damit saniert.
 
Welches meinst du damit? Das Recht nach missglückten Schönheits-OPs wieder gesund gemacht zu werden und das auf Kosten der Allgemeinheit? Oder das Recht von Nikotinabhängigen auf Beseitigung von krankhaften Auswirkungen des Rauchens? Oder das Recht von Tattoowierten und Gepiercten, dass sie ebenfalls die Leistungen der Ärzte und des gesamten Gesundheitssystems in Anspruch nehmen können, ohne für individuelle Risiken einen Aufschlag zu bezahlen? Wer Rechte für sich beansprucht, sollte auch die Pflichten kennen. Mir geht gewaltig auf den Geist, dass heutzutage alle ausschliesslich ihre Rechte kennen und diese laut einfordern. Wenn jemand solche Behandlungen als sein individuelles Recht deklariert, soll er auch individuell dafür zahlen. Auch bei Komplikationen. Wahrscheinlich wäre das Gesundheitssystem damit saniert.
Das Recht auf eine intakte Umwelt, ein gesundes Leben ohne zunehmende Hautkrebsgefahr, aufgrund einiger, relativ betrachtet, weniger Profiteure. Und dem Umstand, dass das dennoch ein individuelles Risiko sein soll.
Dann sollte deiner Logik folgend, die Säuferleber ebenfalls individuell behandelt und bezahlt werden, der Herzinfarkt/Schlaganfall aufgrund falscher Ernährung/Bewegungsmangel, Adipositas (selbst schuld), Lungenkrebs (Rauchen/selbst schuld).
Dir kann man einfach nichts vormachen, @florenzfalke. Du erfasst die Welt in all ihrer Komplexität, wie kaum ein anderer - egal ob in Deutschland, oder in asiatischen Ländern. ;).
 
An dieser Stelle erlaube ich mir die Freiheit, ganz ohne Zusammenhang das Wort "Solidargemeinschaft" in den Raum zu werfen und hernach wie ein Kobold in einem Rauchwölkchen wieder zu verschwinden.
 
Ja. Egal, was du von mir hältst, wer spezielle Risiken bewusst auf sich nimmt, sollte mehr zahlen. Zum Beispiel könnte Alkohol durchaus in separaten Geschäften zu Preisen angeboten werden, die ein Trinken aus reiner Gewohnheit einfach nicht mehr finanzierbar machen. Dann denken die Leute vielleicht darüber nach. Ebenso Adipositas. Ist ja so easy, sich die Abnehmspritzen verschreiben zu lassen. Ich habe ja Rechte. Hauptsache weiter in sich reinstopfen. Und ich rede hier nicht von Erkrankungen. Aber offensichtlich korreliert die Fettleibigkeit mit dem Angebot an ungesundem Fastfood. Warum? Weil die Leute bequem geworden sind.
 
Ok. Da habe ich dir Unrecht getan. Sorry. Ex-Fahrenheit argumentiert gerne mit der technologischen Überlegenheit Chinas. Dabei funktioniert das dortige System ausschliesslich durch die allgegenwärtige Überwachung des Volkes. Kein Schritt, einfach gar nichts, bleibt unbeobachtet. Das hat gewisse Vorteile. Für mich wäre das zu einengend.
 
Ja. Egal, was du von mir hältst, wer spezielle Risiken bewusst auf sich nimmt, sollte mehr zahlen.
Also Autofahrer, Motorradfahrer, Fahrradfahrer, Eisbachsurfer, ja jeder einfache Fußgänger begibt sich in Gefahr, wenn er auf die Straße geht.
Zum Beispiel könnte Alkohol durchaus in separaten Geschäften zu Preisen angeboten werden, die ein Trinken aus reiner Gewohnheit einfach nicht mehr finanzierbar machen.
Machen sie z.B. in Schweden. Und wird dadurch weniger gesoffen?
 
Also Autofahrer, Motorradfahrer, Fahrradfahrer, Eisbachsurfer, ja jeder einfache Fußgänger begibt sich in Gefahr, wenn er auf die Straße geht.

Machen sie z.B. in Schweden. Und wird dadurch weniger gesoffen?
Weiss ich nicht, ob die weniger trinken. Die Trinker zahlen jedenfalls dadurch mehr Geld ins Gesundheitssystem ein. Darum gehts.

Zum ersten Abschnitt denke ich mir meinen Teil. Ach @Daphne, ich habe von dir keinen anderen Kommentar erwartet. Aber ja, auch da liese sich die Gesundheitskasse aufbessern. Jedoch ist Auto, Moped und Fahrrad fahren jetzt keine spezielle, risikobehaftete Tätigkeit. Wer aber mit dem Bike auf Trails brettert, wo es rechts und links 100 m die Schlucht hinab geht, nur um das zu filmen und sich im Inet bekannt zu machen, der sollte im Falle durchaus einen Risikoaufschlag zahlen. Die Bergwacht muss schliesslich auch finanziert werden. Es ist also wie immer: Es kommt drauf an.
 
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