Glass Skin- was steckt hinter dem Trend?

Das Attraktivität wie Intelligenz kein Nachteil ist im (Berufs-)Leben, das braucht man nicht zu erklären.
 
Das Attraktivität wie Intelligenz kein Nachteil ist im (Berufs-)Leben, das braucht man nicht zu erklären.
Das es eine Korrelation zwischen Attraktivität, Erfolg, Reichtum, Bildung, Gesundheit uswusf gibt, mag bemängelt werden und doch ist es so ;).

Abgesehen davon ist es in Europa, gerne auch in Deutschland Usus sich die Brüste machen zu lassen, das Bauchfett abzusaugen, etc.

Deutliche Zeichen moralischer Überlegenheit ;).
 
Du solltest als Lebensberater in Asien arbeiten; schließlich kennst du dich ja aus :D.

Btw, dass was du als Einschätzung von außen bezeichnest, spiegelt Gespräche mit Menschen wieder, die es betrifft.
Wenn jemand der Meinung ist, dass er im Vergleich zu anderen nicht makellos ist und diese Makel ausschliesslich operativ zu beheben sind, dann spiegelt jedes Gespräch Nachteile wider. Offensichtlich vergleicht sich der Asiate häufiger und selbstkritischer mit seinen Mitmenschen. Vielleicht ist ein gewisses Schönheitsideal auch prägnanter in der Sozialisation. Dann sind da eventuell auch die Ursachen, die behoben werden sollten. Den Leuten mitzuteilen, woran ihre angeblichen Makel angeblich alles Schuld sind, scheint mir jedenfalls ein lukratives Geschäftsmodell zu sein. Ist ja auch so einfach. Der Typ muss nichts machen, nur Geld geben und Schmerzen aushalten. Nach ein paar Stunden ist alles perfekt. Ohne eigenes Zutun. Stell dir mal vor, einer denkt die ganze Zeit, ohne Makel hätte er einen einen anderen Ehepartner kennengelernt, weil er aufgrund seines Aussehens bei der Wahl weniger Nachteile gehabt hätte. Dann finanziert er nach der OP gleich noch die Scheidung. Übernehmen das dann auch die Eltern?
 
Wir sind jetzt seit fast einem Monat in Italien unterwegs, auch zu gesellschaftlichen Abendveranstaltungen.
Wie Konzert und Natonal Galerie in Perugia.
Unglaublich, wie groß die Tendenz zu "Verbesserungen" ist.
Und das beginnt ab ca. 15 / 16.
Die Mädels sind schon sehr selbstbewusst!
 
Seit meiner Penisverkleinerung fühle ich mich wohler und errege auch nicht mehr so viel Anstoß. Habe schon viele Komplimente bekommen und bin gesellschaftlich und privat wieder besser akzeptiert.
 
Dieses Herumbasteln an der von der Natur gegebenen Haut ist für mich geradezu krank.
Dazu passt auch die Einschätzung einer Dermatologin, die sich in einem Artikel der Vogue sehr kritisch dazu äußert:
Das ist bemerkenswert- auch und gerade auf dem Hintergrund der geplanten Gesundheitsreformen:


Was sagen die Dermatologen denn dazu?

Wie üblich werden Wirtschaftsinteressen vgl Ursachen und Folgen des Klimawandels
über das individuelle Recht auf Gesundheit gestellt.

Kurios oder?

Die Politik hetzt gegen mutmaßliche Sozialschmarotzer, Söder will den Kündigungsschutz und Merz die Feiertage abbauen.

Und irgendwann haben wir es geschafft und haben auch in Deutschland amerikanische Verhältnisse. Schaut mal auf den sozialen Netzwerken wie das aussieht, wenn Amerikaner einkaufen gehen. Das sind doch lohnenswerte Aussichten, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
das individuelle Recht auf Gesundheit
Welches meinst du damit? Das Recht nach missglückten Schönheits-OPs wieder gesund gemacht zu werden und das auf Kosten der Allgemeinheit? Oder das Recht von Nikotinabhängigen auf Beseitigung von krankhaften Auswirkungen des Rauchens? Oder das Recht von Tattoowierten und Gepiercten, dass sie ebenfalls die Leistungen der Ärzte und des gesamten Gesundheitssystems in Anspruch nehmen können, ohne für individuelle Risiken einen Aufschlag zu bezahlen? Wer Rechte für sich beansprucht, sollte auch die Pflichten kennen. Mir geht gewaltig auf den Geist, dass heutzutage alle ausschliesslich ihre Rechte kennen und diese laut einfordern. Wenn jemand solche Behandlungen als sein individuelles Recht deklariert, soll er auch individuell dafür zahlen. Auch bei Komplikationen. Wahrscheinlich wäre das Gesundheitssystem damit saniert.
 
Welches meinst du damit? Das Recht nach missglückten Schönheits-OPs wieder gesund gemacht zu werden und das auf Kosten der Allgemeinheit? Oder das Recht von Nikotinabhängigen auf Beseitigung von krankhaften Auswirkungen des Rauchens? Oder das Recht von Tattoowierten und Gepiercten, dass sie ebenfalls die Leistungen der Ärzte und des gesamten Gesundheitssystems in Anspruch nehmen können, ohne für individuelle Risiken einen Aufschlag zu bezahlen? Wer Rechte für sich beansprucht, sollte auch die Pflichten kennen. Mir geht gewaltig auf den Geist, dass heutzutage alle ausschliesslich ihre Rechte kennen und diese laut einfordern. Wenn jemand solche Behandlungen als sein individuelles Recht deklariert, soll er auch individuell dafür zahlen. Auch bei Komplikationen. Wahrscheinlich wäre das Gesundheitssystem damit saniert.
Das Recht auf eine intakte Umwelt, ein gesundes Leben ohne zunehmende Hautkrebsgefahr, aufgrund einiger, relativ betrachtet, weniger Profiteure. Und dem Umstand, dass das dennoch ein individuelles Risiko sein soll.
Dann sollte deiner Logik folgend, die Säuferleber ebenfalls individuell behandelt und bezahlt werden, der Herzinfarkt/Schlaganfall aufgrund falscher Ernährung/Bewegungsmangel, Adipositas (selbst schuld), Lungenkrebs (Rauchen/selbst schuld).
Dir kann man einfach nichts vormachen, @florenzfalke. Du erfasst die Welt in all ihrer Komplexität, wie kaum ein anderer - egal ob in Deutschland, oder in asiatischen Ländern. ;).
 
An dieser Stelle erlaube ich mir die Freiheit, ganz ohne Zusammenhang das Wort "Solidargemeinschaft" in den Raum zu werfen und hernach wie ein Kobold in einem Rauchwölkchen wieder zu verschwinden.
 
Ja. Egal, was du von mir hältst, wer spezielle Risiken bewusst auf sich nimmt, sollte mehr zahlen. Zum Beispiel könnte Alkohol durchaus in separaten Geschäften zu Preisen angeboten werden, die ein Trinken aus reiner Gewohnheit einfach nicht mehr finanzierbar machen. Dann denken die Leute vielleicht darüber nach. Ebenso Adipositas. Ist ja so easy, sich die Abnehmspritzen verschreiben zu lassen. Ich habe ja Rechte. Hauptsache weiter in sich reinstopfen. Und ich rede hier nicht von Erkrankungen. Aber offensichtlich korreliert die Fettleibigkeit mit dem Angebot an ungesundem Fastfood. Warum? Weil die Leute bequem geworden sind.
 
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