Die Diskussion um Ladezeiten, Akkus und Chinesen ist schon etwas absurd. Erstens ist mMn auch der Akku in deutschen Autos gar kein Problem, auch die deutschen Hersteller generell nicht. Die sind sicher nicht blöd und beobachten sicher den Markt genau, bei uns und in China. Was mich stört ist vielleicht noch das Gewicht und das Volumen der Akkus sowie die Lebensdauer. Aber alles technische Herausforderungen, die relativ schnell in den Griff zu bekommen sind. Man sieht das an der durchaus akzeptablen Reichweite. Auch das Ladenetz ist passabel. Was absolut unverständlich ist, ist die Preispolitik bei uns. Man muss irgendwelche Ladekarten haben, gegen einen Beitrag versteht sich, um dann fürs schnelle Laden so viel zu bezahlen, wie im Ausland ohne regelmässigen „Mitgliedsbeitrag“.
Dass eigentliche Problem ist doch aber bei weitem nicht der Strom fürs Fahren. Dafür braucht keiner Gas, Kohle oder Kernkraft. Anders die energieintensive Industrie, wie Stahl, Chemie oder Pharma. Für die ist der Strompreis zu hoch, um wettbewerbsfähig zu sein. Vielleicht ist Gas dann doch ein Mittel, um kurzfristig den Preis zu reduzieren. Übergangsweise und befristet. Wenn diese Industrie bei uns zu macht, geht es neben den Arbeitsplätzen und der Kaufkraft auch um Innovationen. Sind die Firmen weg, sind auch die Forscher und Entwickler weg. Das wären dann mal trübe Aussichten. Da hilft dann auch kein E-Auto mehr. Dann wird gewandert. Auf den ersten Blick scheinen die Entscheide von Fr. Ministerin Reiche unmodern und unökologisch sowie unnachhaltig zu sein, aber bei einer Gesamtbetrachtung könnten durchaus nachvollziehbare Gedanken eine Rolle gespielt haben.