Der Anteil derer, die das Thema als unwichtig bewerten, stieg von 9 % (2021) auf 17 % (2025). Große Angst vor dem Klimawandel haben noch 31 %, 2021 waren es 39 % gewesen. Für die Studie wurden im Herbst bundesweit online 2000 Teenager zwischen 14 bis 17 Jahren befragt.
Darin sehe ich ua das Ergebnis einer Politik, die das Mantra des Wohlstands durch Wirtschaftswachstum predigt und das mit den Mitteln, die bisher zur Anwendung gekommen sind und in langer Tradition genau zu dem geführt haben, was ganz lapidar als Klimawandel bezeichnet wird. Ein großes Hoch auf die Technologieoffenheit - was in dem Kontext bedeutet weiter an der fossilen Lunte zu zündeln.
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Und das ist auch im wesentlichen dass was ich von der AfD erwarte. Den Karren vor die Wand fahren und dann in einer Trotzburg sitzen und die Kommunikation verweigern.
Oder so wie kürzlich der chinesische Taxifahrer: auf das Ende eines Staus auffahren und es mit hupen versuchen, statt zu akzeptieren, dass es gerade so nicht weiter geht.
 
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Es hat nie eine Kommunikation gegeben.

Du hast es wieder nicht verstanden. Es geht mir nicht um deine Meinung. Ich werde generell dann kommunizieren, wenn Du oder andere nicht haltbare Thesen aufstellen, eine Wut ausdrücken und eine generelle Lösung für alle Probleme in der AfD sehen und es nicht begründen. Wir diskutieren nicht über die "stimmigste" Unisex-Strumpfhose in diesem Frühling.

Auch hier geht es mir nicht um Dich, sondern um andere Leser, die hier oder auf anderen Plattformen mitlesen und unschlüssig sind. Dann muss ich schreiben. Sollte ich deine Person persönlich angegriffen haben, dann entschuldige ich mich bei Dir.

Gern können wir es nun gut sein lassen.

Jugend fürchtet Klimawandel weniger
In meinem persönlichen Umfeld und durch meine Vereinsarbeit nehme ich bei vielen Jugendlichen eine ausgeprägte Skepsis gegenüber der aktuellen Klima-Situation wahr.

Angesichts des fortschreitenden Klimawandels und der Endlichkeit fossiler Ressourcen stellt sich die Frage, ob ein einfaches "....Weiter so..." noch die richtige Antwort ist, zumal wir heute schon bereits über wirksame technologische Alternativen verfügen.

Es ist mir wichtig, politische Ansätze kritisch dahingehend zu prüfen, ob sie diese zukunftsorientierten Lösungen fördern oder eher blockieren.

Ich erinnere mich gut daran, dass ich mit 17 selbst eine sehr kurzfristige Perspektive ;) hatte und mich für unbesiegbar hielt. Diese Sichtweise hat sich bei mir jedoch schnell gewandelt. Deshalb ist es mir heute ein Anliegen, über nachhaltige Perspektiven für die nächste Generation nachzudenken, auch wenn ich diverse Ausmaße nicht mehr erleben werde.

Wenn alte Männer sich über ein Thema streiten und dabei die krassesten Auswirkungen gar nicht mehr erleben können,
Was ist mit den alten Frauen?;)
 
Ich stehe zu dem was ich geschrieben habe, also lass es gut sein..

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Ich habe jetzt nicht vor Dich persönlich anzusprechen auch wenn Du ein Typischer AfD Vertreter bist. So verkörperst Du klassisches AfD Verhalten indem AfD Fan's oft nur mit gefühlten "Wahrheiten" argumentiert und waren bzw. sind nicht in der Lage mit mehrfach nachgewiesenen Fakten zu arbeiten und zu argumentieren.

Und genau DAS ist der der Umstand der das sprechen mit AfD Menschen sehr schwierig macht was ich in weiten Teilen schon aufgegeben habe.
 
Und genau DAS ist der der Umstand der das sprechen mit AfD Menschen sehr schwierig macht was ich in weiten Teilen schon aufgegeben habe.

Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es durchaus möglich ist und auch zu guten Erfolgen führt. Zu mehr Reflexion, zu mehr Ausdifferenzierung. Zu einer Einschätzung, die sich an Tatsachen orientiert und nicht am Unwohlsein auf dem Weg dorthin.
Und doch verstehe ich dich - es kostet Mühe und mitunter viel Zeit.
 
Wie ließe sich diese Aussage denn untermauern? Gibt es wissenschaftliche Untersuchungen, die die These stützen?
Die Welt ist bisher nicht untergegangen, trotz kaltem Krieg, trotz Wettrüsten, trotz Ozonloch, trotz Y2K, trotz COVID. Das und noch mehr Untergangsvorhersagen sowie allgemeiner Pessimismus machen es wahrscheinlich, dass Lösungen gefunden werden. Aktive Lösungen! Bisher hat es auch Menschen gegeben, die etwas tun und nicht abwarten. Warum soll sich das ändern? Zum Beispiel Timmy, der Ostsee-Wal. Keiner weiss 100%, wie es am Ende für ihn ausgeht, aber ist es besser für ihn, auf einer Sandbank zu liegen und den sicheren Tod abzuwarten? Vielleicht ist die Aktion jetzt doch besser. So gesehen, kam auch hier etwas für viele Leute, das so nicht einfach vorherzusagen war. Mal sehen, wie es ausgeht. Ich bin jedenfalls froh, dass er nicht mehr vor Wismar warten muss bis er stirbt.
 
Darin sehe ich ua das Ergebnis einer Politik, die das Mantra des Wohlstands durch Wirtschaftswachstum predigt und das mit den Mitteln, die bisher zur Anwendung gekommen sind und in langer Tradition genau zu dem geführt haben, was ganz lapidar als Klimawandel bezeichnet wird.
Für so blöd halte ich die Jugend jetzt auch nicht. Als ob sich die Jugend jemals nach einem Mantra alter Politiker gerichtet hätte.
Ich weiss nicht, woran das genau liegt und ob sich das mittelfristig wieder ändert. Ich habe nur den Beitrag zitiert und fand den Fakt nachdenkenswert. Vielleicht liegt es an der Geschwindigkeit, in der immer neue schlechte Nachrichten zu verdauen sind. Keine Ahnung.
 
Angesichts des fortschreitenden Klimawandels und der Endlichkeit fossiler Ressourcen stellt sich die Frage, ob ein einfaches "....Weiter so..." noch die richtige Antwort ist, zumal wir heute schon bereits über wirksame technologische Alternativen verfügen.
Das ist doch eigentlich möglicherweise ein Grund. Das fossile Zeug ist eh irgendwann zu Ende. Vielleicht muss man nur warten, bis die alten Verfechter auf natürlichem Weg die Klappe halten müssen. Bis dahin wird bereits an Neuem gearbeitet. Das nennt sich Aufbau eines Wettbewerbsvorteils. Hoffentlich geht es schnell genug.
 
Die Welt ist bisher nicht untergegangen, trotz kaltem Krieg, trotz Wettrüsten, trotz Ozonloch, trotz Y2K, trotz COVID. Das und noch mehr Untergangsvorhersagen sowie allgemeiner Pessimismus machen es wahrscheinlich, dass Lösungen gefunden werden. ...
Ich zitiere mal nur den Anfang.
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, halte ich das für eine ziemlich dünne Begründung für die Aussage, es sei wahrscheinlich, das sich das ganze Problem schon irgendwie wird lösen lassen, wenn fast alle wissenschaftlich fundierten Klimasimulationen zu der Aussage kommen, dass unser momentanes Verhalten zu einem kompletten Klimakollaps führen wird.
Zur Erinnerung: Wir reden da nicht über ein bisschen Hitze hier und etwas Wind anderswo, sondern wir reden von einem selbstverstärkenden Mechanismus, der einmal ins Rollen gebracht nicht reversibel ist.
Extreme Stürme, extreme Niederschläge, extremer Rückgang der Biodiversität, das alles geht ja nicht einfach immer so'n bisschen weiter, sondern verläuft ab bestimmten Kipppunkten dann exponentiell und meiner Meinung nach ist da die Kölsche Regel "Et hätt noch immer jootjejange!" nicht wirklich die Grundlage für die Planung des weiteren Vorgehens.
 
Das ist doch eigentlich möglicherweise ein Grund. Das fossile Zeug ist eh irgendwann zu Ende. Vielleicht muss man nur warten, bis die alten Verfechter auf natürlichem Weg die Klappe halten müssen. Bis dahin wird bereits an Neuem gearbeitet. Das nennt sich Aufbau eines Wettbewerbsvorteils. Hoffentlich geht es schnell genug.
Du übersiehst dabei aber, was @Klausi Manta an anderer Stelle schrieb, wir brauchen das Rohöl für andere Anwendungen zB Düngemittel, Reifen, Isolatoren, aber auch für Medikamente. Es wäre also schön blöd* abzuwarten bis alles sinnlos verfeuert wurde.

*blöd iSv selbstmörderisch wäre es sowieso, aber zusätzlich auch noch grotesk und dramatisch-komisch. Um das wunderbare Bild von @leverkuehn noch einmal aufzunehmen, selbst ohne Zähne mit einem Gipsverband um den Kopf und zusätzlich einen gepolsterten Stahlhelm darüber getragen erfüllt vom Wahnsinn eines bekennenden Fanatikers wird es in einer Katastrophe enden.

Ich habe kürzlich einen sehr interessanten Artikel auf Golem gelesen, in dem es darum ging wie SF zunehmend zur Vorlage der Reichen und Mächtigen wird. Die Erde ist verloren und die Menschen mit dem nötigen Geld bereiten sich darauf vor, die Erde zu verlassen. Also genau die Menschen, die die Zerstörung der Erde als Teil des Geschäftsmodells billigend in Kauf genommen haben. Und der finanzschwache Rest bleibt zurück. Elon, Jeff, Tim und Bill haben aber einen guten Plan ausgetüftelt, der die Menschen durch das dunkle Zeitalter führen wird. Also don’t panic! Oder auch schöne Grüße von der Foundation.

Aber es kann dennoch nicht schaden sich schon mal ein Handtuch um den Hals zu hängen.

 
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Du übersiehst dabei aber, was @Klausi Manta an anderer Stelle schrieb, wir brauchen das Rohöl für andere Anwendungen zB Düngemittel, Reifen, Isolatoren, aber auch für Medikamente. Es wäre also schön blöd abzuwarten bis alles sinnlos verfeuert wurde.
Die Konklusio teile ich, aber bei den "anderen Anwendungen" stellen sich ja Fragen.
Kunststoffe für Verbrauchsartikel lassen sich durchaus auch aus Biomasse derivieren, oder halt aus recycliertem Material, die Kosten dafür sind aber teils exorbitant.
Da stellt sich eben wieder die Frage, wie unsere Konsumgesellschaft mit Ressourcen umgeht, und ob wir den tatsächlichen Wert von Ressourcen und Leistungen nicht einfach vorsätzlich unterschätzen zugunsten der vordergründig funktionierenden Wachsttumsgesellschaft.
 
Es gibt ja ebenso wie bei der positiven Beschleunigung, auch die negative Beschleunigung. Es gibt das positive Wachstum, als auch das negative Wachstum.
Jetzt wäre ein idealer Zeitpunkt für viel negative Beschleunigung - eine veritable Vollbremsung.

Ansonsten teile ich deine Kritik vollumfänglich, @leverkuehn