Der Versuch sh mit men's wear zu combinire und integriert in men's Look und die challenge für acceptans von der society wird noch ein langer Weg für euch. Ist eine big challenge, wirklich!
Und viel Glück und Gott Segen dafür an Euch.
Danke für Deinen Post!
Ich bin sehr dankbar dafür, dass man in unserer Gesellschaft in vielen Bereichen als Mann Rock tragen darf, ohne verkloppt oder verhaftet zu werden! Dieses Problem haben wir zum Glück (zZ?) nicht. Das Folgende setzt das "Dürfen" voraus.
Vielleicht ist es gar nicht so kompliziert, sofern man sich darüber im Klaren ist, dass Mode Kommunikation bedeutet und man diese Sprache auch beherrscht. Das erste habe ich für mich akzeptiert, das zweite ist vielleichte eher eine Problem für mich: Da bin ich sicherlich kein Muttersprachler... Aber ich arbeite daran.
Vielleicht ist ein "mangelndes Sprachverständis" auch die größte Herausforderung für viele hier. (Oder soll man es vielleicht doch besser "Problem" nennen?) Gleichwohl ich bei sehr vielen der User den Eindruck habe (ich inkludiere mich!), dass sie schon "irgendwie" wissen, dass Mann sich "so" besser nicht öffentlich zeigt, wie sie das manchmal hier im Forum auf Bildern machen. Und das ist OK! Mann muss nicht öffentlich in fsh 'rumrennen!
Die Tatsache, dass manche in diesem Forum nach Zuspruch und Bestätigung suchen und eben nicht öffentlich fsh und Rock tragen, zeigt mir, dass den meisten der Mechanismus "Mode ist Kommunikation" aka "Kleider machen Leute", vollkommen klar ist! Sie wissen, dass ihr hier im geschützten Raum dargestellte Dress in der Öffentlichkeit als eine Botschaft empfangen wird, die sie recht sicher nicht senden wollen. Vielleicht kennen sie die Chiffre nicht genau, wissen aber, dass da nichts gutes bei herauskommt. Diese User haben aber im Grunde kein wirkliches Problem: Sie bleiben "geheim". Und wenn sie eben den Rock /die fsh nur im Verborgenen tragen, weil die Familie / Freunde / Kollegen nichts von dieser Leidenschaft wissen sollen, dann ist das idR. kein Problem, sondern vermutlich in den allermeisten Fällen eine Abwägung. Man kann im Leben nicht alles haben! Ja, diese Abwägung kann einen sehr beschäftigen, aber: c'est la vie.
Zumindest nehme ich den überwiegenden Teil der User in dieser Art wahr. Ich denke, dass es dann "problematisch" wird, wenn mann(!) "Kleider machen Leute" entweder ignoriert oder, noch schlimmer, die "Sprache" überhaupt gar nicht beherrscht.
Ignorieren bedeutet für mich: "Es ist mir egal, was andere denken!" Ich kann es nicht nachvollziehen, aber wenn es tatsächlich so ist, dann gibt es auch kein Problem. Oder ein ganz großes: Wenn man dann niemanden hat, auch keine irgendwie geartete subkulturelle Blase, in der dieser Outfit goutiert wird (dann wäre es wieder Kommunikation...), dann ist man uU sehr allein.
Problematisch wird es aus meiner Sicht für diejenigen, die die Sprache so gar nicht beherrschen. Mann schaut in den Spiegel, fühlt sich sexy/mutig/besonders (sucht Euch was aus) und geht dann auf die Straße und wundert sich, dass man komisch angeschaut wird. Wenn also Fremd- und Eigenbild sehr weit auseinandergehen. Das kann bestenfalls sehr einsam machen oder, wie Ionel es aus anderen Kulturen beschrieben hat, auch im Wortsinn sehr "weh" tun.
Es ist verschiedentlich geschrieben worden, dass man sich "seiner Sache sicher" sein muss, wenn man "anders" raus geht. Mir fallen da einige User ein, bei denen das anscheinend der Fall ist. Einer davon ist Ionel: "Look I am an outlaw and that's it!". Oder Beate Fähmel: Zumindest wirkt es auf mich, als würden Eigen- und Fremdwahrnehmung bei ihr sehr nahe beieinander liegen. Mein Eindruck ist, dass diese User den Mechanismus "Kleider machen Leute" ganz genau verstanden haben! Vielleicht gehören diese beiden Sachen aber auch zusammen und sind zwei Seiten einer Medallie: Das "Sich sicher sein" resultiert dann aus einer bewußten und gekonnten Kommunikation durch Kleidung und Auftreten: "Ich weiß, was Du siehst und das bin ich!".
Für mich persönlich bedeutet das, dass ich meine "Wunschkleidung" etwas heruntergekocht habe und vielleicht sogar noch mehr als bisher reduzieren sollte. Vieles von dem, was ich tragen wollte (und was mir vor dem Spiegel auch teilweise gefallen hat), war wohl etwas über mein Ziel hinausgeschossen. Das, was die Öffentlich da zu sehen bekommen hätte, wäre in einer Art und Weise dechiffriert worden, was ich nicht darstellen möchte. Es ist natürlich nicht der Spiegel, der einen dabei anlügt - man belügt sich dabei schon selber... Ich bin da für mich noch lange nicht fertig. Vielleicht ist eine gute Idee, dabei klein anzufangen: Je größer die Robe, desto tiefer der Fall.
Ich schließe mich Ionel sehr gerne an:
Love and peace und Gottes Segen!