Made in Germany

Der Verbrauchet, also wir alle haben gewählt und uns für günstige Produkte entschieden.
Im Sinne von "Total Cost of Ownership" macht das auch Sinn.
Also sind wir selbst schuld.
Dazu kommen noch einige (wenige aber gravierende) Managementfehler und viele Fehlentscheidungen unserer Regierungen.
Das ist einerseits zT zutreffend (imo) andererseits kann sich jeder der möchte, die Preisentwicklungen im Verhältnis zur Lohnsteigerung anschauen und dann sieht Kaufkraft bereinigt Deutschland ziemlich schlecht da. Also viel welchem Geld soll sich der Konsument die teureren Produkte leisten?
 
Schlimm finde ich in diesem Zusammenhang die Irreführung, daß auf einer Verpackung groß eine Schwarz-Rot-Gold Fahne prangt, mit dem Schriftzug "designed in Germany" und dann klein draufsteht: made in P.R.C. Da kann ich dann auch gleich den günstigen Chinaschrott direkt dort kaufen.
 
Schlimm finde ich in diesem Zusammenhang die Irreführung, daß auf einer Verpackung groß eine Schwarz-Rot-Gold Fahne prangt, mit dem Schriftzug "designed in Germany" und dann klein draufsteht: made in P.R.C. Da kann ich dann auch gleich den günstigen Chinaschrott direkt dort kaufen.
Das ist so nicht richtig.
Made in PRC, ist eine geographische Herkunftsbezeichnung und sagt absolut nichts über die Güte oder Qualität der einzelnen dort produzierten Ware aus.
Der von Dir verwendete Begriff "Chinaschrott" suggeriert dass alle dort gefertigten Produkte minderwertig seien.
"Direkt dort kaufen" ist eine Aussage zum Handelsweg, also ein völlig anderes Thema.
Viele Leute sitzen auf einem extrem hohen Roß und akzeptieren nicht, dass in anderen Teilen der Welt auch gut gearbeitet werden kann.
Unser alter Max Grundig hat mal gesagt: "Die Japaner werden nie in der Lage sein einen Farbfernseher zu bauen". Dann kam "its a Sony". Dann kamen die Koreaner (Samsung, LG, ..). Dann japanische und koreanische Prodution in China. Und jetzt die Chinesen mit eigener F+E und Produktion.
Alles verkürzt dargestellt, könnte man beliebig ausbauen.
@mittendrin Die platte Aussage: "Alles Chinaschrott vom Themu" ist extrem zu kurz gesprungen. Die Deutschen wollen bei gegebenem Gehalt möglichst viel herausholen. Sind aber nicht bereit für Handwerk, Service, Inhaltsstoffe oder nachhaltige Zusammensetzung zu zahlen.
 
@mittendrin Die platte Aussage: "Alles Chinaschrott vom Themu" ist extrem zu kurz gesprungen.
Meine Meinung bezieht sich darauf, daß schön mit der deutschen Fahne geworben wird und in Verbindung mit dem "designed in Germany" dem oberflächlichen Betrachter ein deutsches Produkt vorgegaukelt wird. Die Herkunft aus China steht dann irgendwo klein untendrunter. Oder P.R.C. halt; das verschleiert das noch weiter. Zu Temu habe ich mich überhaupt nicht geäußert.
 
Meine Meinung bezieht sich darauf, daß schön mit der deutschen Fahne geworben wird und in Verbindung mit dem "designed in Germany" dem oberflächlichen Betrachter ein deutsches Produkt vorgegaukelt wird. Die Herkunft aus China steht dann irgendwo klein untendrunter. Oder P.R.C. halt; das verschleiert das noch weiter. Zu Temu habe ich mich überhaupt nicht geäußert.
Aber ganz blöd sind die meisten Verbraucher ja nicht. Dass Osteuropa und Asien als verlängerte Werkbank bezeichnet werden, ist auch nichts Neues. Die Diskussion um Made in Germany oder Designed in Germany ist also etwas an den Haaren herbei gezogen. Warum soll man auch alles selbst machen? Nichts wird komplett an einem Ort produziert. Nicht mal der Schreiner am Ort produziert seine Tür- oder Fensterbeschläge selbst. Es ist also schon etwas naiv, sich über potentiellen Betrug der bösen Wirtschaft zu mokieren. Wer soll etwas verschleiern, was allgemein bekannt ist.
 
Meine Meinung bezieht sich darauf, daß schön mit der deutschen Fahne geworben wird und in Verbindung mit dem "designed in Germany" dem oberflächlichen Betrachter ein deutsches Produkt vorgegaukelt wird. Die Herkunft aus China steht dann irgendwo klein untendrunter. Oder P.R.C. halt; das verschleiert das noch weiter. Zu Temu habe ich mich überhaupt nicht geäußert.
Designed in Germany and Made in PRC ist doch wohl eindeutig, was ist da vorgegaukelt oder verschleiert?
Viele deutsche Firmen produzieren in China mit der selben Technologie und Maschinen wie in Deutschland die selbe Qualität.
Das gilt nicht nur für deutsche Firmen in China, sondern auch für andere europäische oder US Firmen mit Produktion in anderen Ländern. Z.B. Osteuropa oder Afrika.
Beispiele- iPhones: USA / PRC oder Airbus-Flugzeug- Kabelstränge: Frankreich / Tunesien.
Deine Äußerung zu "direkt in China einkaufen" hat mich auf Temu gebracht. Vielleicht hast Du ja auch Amazon, Schein, Ali oder jemand anderes gemeint. Sorry. Ich unterstelle mal Du betreibst kein eigenes Handelshaus.
 
Es ist also schon etwas naiv, sich über potentiellen Betrug der bösen Wirtschaft zu mokieren. Wer soll etwas verschleiern, was allgemein bekannt ist
Ja, das mag sein. Und wie naiv ist es dann, die Verbraucher die das durchschaut haben dafür verantwortlich zu machen, das es der deutschen Wirtschaft schlecht geht, weil die Preise dieser umgelabelten Produkte nicht mehr im Verhältnis zum Warenwert steht?

Ist es also die Naivität der:

- Wirtschaft, die glaubt, dass sie damit durchkommt
- der Käufer der vermeintlich deutschen Produkte
- Ankläger, also derer, die die Schuldigen (Käufer des „Chinaschrotts“) für Deutschland wirtschaftliche Situation verantwortlich machen
- der Politiker, die glauben, das marktübliche Preissteigerungen bei bereiniter (und damit tatsächlich sinkender) Kaufkraft kein Problem darstellen
- Ergänzungen, die ich nicht beachtet habe sind gerne willkommen

Also @florenzfalke über welche Art von Naivität sprichst du?
 
... diese umgelabelten Produkte...

Also @florenzfalke über welche Art von Naivität sprichst du?
Nur drei Worte zitiert:
Auch wenn diese Falschaussage hier (so oder so ähnlich) mantraartig wiederholt werden, so sind und bleiben sie falsch.
"Made in Germany" war einst eine Strafauszeichnung zur Abgrenzung von der guten Englischer Qualitätsware.
Japanische Autos: vor über 50 Jahren habe ich im väterlichen Karosseriebaubetrieb eines Kumpels gegen Taschengeld den Hof geschrubbt. Es wurde ein Mercedes und ein Japaner nebeneinander gestellt und die Motoren von den Profis diskutiert. Dann kamen die Japaner. Dann die Koreaner.
US Amerikanische Autos sind international nur noch in Nischen vertreten, Deutsche mittlerweile auch.
Jetzt kommen die Chinesen und überzeugen mit Performance und Preis. Bei der Qualität wird kräftig aufgeholt.
Woran liegts ? Meiner Beobachtung nach an der Saturierung der einzelnen Gesellschaften. Es fehlt die Notwendigkeit und damit der Anreiz Leistung zu bringen (zu müssen).
Schau Dir den Aufstieg und Abstieg der Volkswirtschaften an: England, USA, Deutschland, Korea, China. Die Muster wiederholen sich. - auf Jahrzehnte betrachtet-

Naiv ist, diese Entwicklungen zu verkennen und nichts daraus zu lernen.
 
Die den Sinn des Beitrags allerdings erheblich verfälschen. Aber es sei dir gegönnt. Du darfst mich gerne naiv nennen. ;).
"Umgelablete Produkte" ist was anderes.
"Design in Germany" deklariert zusammen mit "Made in PRC" ist nicht umgelabled, sondern eine korrekt Auszeichnung.
 
"Umgelablete Produkte" ist was anderes.
"Design in Germany" deklariert zusammen mit "Made in PRC" ist nicht umgelabled, sondern eine korrekt Auszeichnung.
Danke für die Klarstellung. Also deutsches Gehäuse, oder zumindest nach deutschen Designvorgaben gefertigtes Gehäuse, mit chinesischer Technik innen.

Klingt etwas nach Haarspalterei, aber ich vermute, das es steuerlich von Bedeutung ist und vielleicht noch weitere, die ich momentan nicht kenne. Insofern guter Hinweis, @fshgeorg
 
@Fahrenheit451
Es mag nach Haarspalterei klingen, aber da steckt viel mehr dahinter.

Noch ein paar Beispiele zur Verdeutlichung:

Wenn man bei einem Produkt die Beschriftung „Made in China“ entfernt und durch eine Beschriftung „Made in anderem Land“ ersetzt, dann ist das „Umlablen“. In einem Fabrikgebäude in Hong Kong hatte ich das in 1996 tatsächlich mal gesehen, ein ganzer Container Kleidung wurde so bearbeitet. Damals war Hong Kong Britische Kronkolonie und GB Teil der EU. Die genauen Zoll- / Steuerrechtlichen Auswirkungen kannte ich nicht, aber es muss sich gelohnt haben. Die "Werkstatt" war gut organisiert und eingerichtet. Das Tun natürlich verwerflich.

iPhones sind „Design in USA“ und „Made in China“ (wobei auch immer mehr in Indien und anderen Ländern gefertigt wird).

Alle Mercedes SUV Typ GLE sind „Made in USA“. Sowohl Konstruktion als auch Fertigung laufen in Tuscaloosa, Alabama, USA. Die Plattformentwicklung läuft international bzw. auch in Deutschland. Bei diesen Autos sind auch mexikanische Zulieferer beteiligt.

Dacia-Autos werden in Rumänien und in Marocco (Tanger und Casablanca) gebaut, jetzt auch in China (E-Autos). Als Teil der Renault-Gruppe sind die Produkte technologisch und qualitativ OK. Einen jungen gebrauchter Dacia Duster könnte ich mir gut vorstellen im Rahmen vom "Downsizing" im Alter.

Das Beispiel Kabelbäume für Airbus Flugzeuge hatte ich schon gebracht: Produktion in der Nähe von Tunis, Tunesien. Gehörte früher zu Zodiac Aerospace, jetzt zu Safran (F). Dort werden auch Flugzeugsitze für Economy am Fließband, für Business und First in Kleinserien gebaut.

Der Unterschied ist:
- Auf der einen Seite: Kriminelle Aktivitäten, klar strafbar
- Auf der anderen Seite: Völlig normales Geschäftsgebaren im Zuge der Globalisierung
 
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