Definition CD, TV, TS .....

Liebe Miriam,
auch ein großes "Danke" von mir für Deine äußerst präzisen Ausführungen. Endlich mal eine seriöse Schilderungen der Realität.
Es ist der angesprochene Leidensdruck der "uns" TS so unterscheidet von alle den anderen Gruppierungen.
Bei mir ist dieser Leidensdruck ja mittlerweile passe ( seit zwei Jahren post-OP )...
Ich fühle mich wohl als ( Ehe- ) Frau und ich würde diesen Weg immer wieder gehen.


Wohlgemerkt, ich habe nichts gegen all die Anderen Gruppierungen, ich finde es halt nur bescheuert, wenn Manche "geBILDete" alle in einen Topf werfen.

Und da muss ich leider Einwende gegen Christines Aufforderung erheben, das alle egal ob TV,TS etc. "zusammen halten sollten" . Liebe Christine, ich sehe da die Gruppen doch differenzierter. TS & TV das sind zwei völlig verschiedene Ligen ! Und was da sonst noch kreucht und fleucht, CD, DWT etc...
Du stehst noch am Anfang Deines Weges, da möchte ich das mal nicht so ernst nehmen. Je weiter aber Du den Weg gehst, desto mehr wirst Du den Unterschied zu all den anderen Gruppen sehen. Misch Dich mal als TS unter eine Gruppe von TV´s. Du wirst dich wie ein Alien fühlen... und mit der Zeit wird man dich vielleicht schief ansehen.

Man möge jetzt verbal vielleicht auf mich losgehen, aber so ist nun mal meine Sichtweise der Dinge.

Es gibt hier ja noch zwei Tread´s die ja in eine ähnliche Richtung gehen: "Zur Frau werden" und "Weg zur Frau". Mein Vorschlag an den Forum-Admin wäre, doch diese Treads einschließlich dem hier in einen Themenbereich zusammen zu führen.

Sarah
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Chris

Lieben Dank für Deinen Beitrag

@ Sarah

Herzlichen Dank für Dein "großes Danke" :)

---

@ ARJ

Gerne.

Na ja, Crossdressing zum Mittel zum Zweck bedeutet im Grunde, dass Dich ein äußerer Umstand dazu zwingt, es zu machen.

Ein treffendes Beispiel finde ich die Kriegszeiten, in denen ein Mann sich Damenkleidung anlegt, weil er damit versucht, dem Feind, aber auch den eigenen Mannen zu entgehen (wer möchte schon gerne, wenn die Flucht glückte, wegen Desertierends sein Leben lassen?!).
Wenn diese Person nun anschließend nicht auf den Geschmack gekommen ist, wird sie die Kleidung wieder ablegen und sie als Damenkleidung für BIO(logische) - Damen interpretieren. Es findet keine "ZweckENTFREMDung" statt.
Der Zweck bestand, wie oben angesprochen, nur darin, bspw. einen außerplanmäßigen Zustand mit ungewöhnlichen, sonst nicht praktizierten Mitteln, zu überwinden.

In der Frauenbewegung wird auch teilweise von Crossdressen gesprochen (bspw. in feministischer Literatur, hatte mal an der Uni etwas davon gehört).

Hierbei wird bspw. die Möglichkeit gesehen, etwas wahrnehmen zu können, was einer Frau verwehrt blieb (weil nur für Männer). In Kriegszeiten, weil sie bei der Armee sein wollten, heute, um bspw. die sexuellen Reize zu verbergen, um mehr Erfolg im Beruf zu haben (was nur subjektiv stimmen muss).

Trägt ein Mann FSH, weil er sie bequem findet und es als Ergänzung zur eigentlichen Kleidung, ohne dabei einen sexuellen Reiz zu verspüren (wüßte nicht, was bspw. an einer Herrenunterhose / Herrensocken usw. erotisch sein sollte), würde das für mich mehr in das Bild des Metrosexuellen, heterosexuellen Mannes passen. Oder, was auch häufig diesbezüglich genannt wird, in die Bezeichnung des "neuen Mannes" fallen.

DWT (Damenwäscheträger) sehen häufig den Beweggrund ihres Umkleiden darin, sexuell stimuliert zu sein (manche, ähnlich auch TV, legen die Kleidung nach dem Orgasmus sogar umgehend ab; sie wollen keine Frau sein).

DWT und TV unterscheiden sich oft darin, dass die TVs weiter in Richtung Frausein tendieren. Sie versuchen auch, Gestik und Mimik (keine Travestie!) von Frauen zu imitieren, um als Frau durchzugehen. Dennoch haben sie verstärktere sexuelle Interessen als bpsw. CD, von denen ich bereits zur Verdeutlichung schrieb, dass sie sich von der reinen Reduktion des Sexuellen abgrenzen möchten und auch eine Identitätsproblematik vorliegt.

Auch war klar, dass es eben mehr oder minder bei allen Leuten unterschiedlicher Gruppierungen ausprägt ist.
Bei den Heterosexuellen Leuten gibt es auch welche, die als Mann Krawatten hassen, andere mögen sie. Heißt das nun, dass nur Männer mit Krawatten "echte" Männer sind? - Ich denke, nein ;)

Manches steigert sich auch. In der Pubertätsphase stand vielleicht die erotisierende Wirkung von FSH, Höschen, Röcke usw. im Vordergrund. Manche betreiben Crossdressing zunächst nur bis unter der Gürtellinie. An (künstliche oder gar echte) Brüste denken sie zunächst nicht. Perücke? - Nein.
Später steigert sich das verlangen und es werden Lippenstifte usw. ausprobiert.

Hatte mancher noch eine Herrenunterhose unter seiner FSH, so war es irgendwann der Spitzenslip (oder was auch immer). So könnte bspw. ein DWT zum TV werden, merken, dass er mehr möchte, zum CD werden (bspw. es doch mehr ist, aber die sexuellen Interessen nicht mehr überwiegen, vielleicht sogar mit dem Gedanken spielt Hormone einzunehmen, aber für TS noch zu weit entfernt wäre) und später zu einer TS werden könnte, weil er nun endlich begriffen hat, was er / sie möchte.
Wenige wissen oder können wissen, wie der Verlauf bei ihnen ist?

Vieles wird auch durch den Druck der Gesellschaft verdrängt und man gewinnt den Eindruck, es sei ja "gar nicht so schlimm" (sprich, ausgeprägt).
Über Jahre hinweg wird jedoch manchen Leuten klar, dass es eben doch kein reiner Fetisch ist, über den sie aber zu dem "Mehr" kamen.

Begriffe sind also nicht immer sehr eindeutig. Sie können höchstens Tendenzen vermitteln.


CD und TV werden deshalb gerne in einen Topf geworfen, weil der Begriff Crossdressing relativ schnell übernommen wurde, und zwar von so ziemlich allen Gruppierungen. Er ist ja auch recht treffend. Unpassend hingegen, wenn man sich überlegt, wie er ja heute auch noch teilweise in seiner ursprünglichen Bedeutung verwendet wird, dass dieser ursprünglich für etwas anderes stehen sollte (eben in und ab den 1970 Jahren).

@ Andere

Natürlich kann ein CD sich auch nicht schminken. Frau zu sein, heißt nicht, sich "Kriegsbemalung" aufzulegen und das dann die "Frau" ausmachen würde. Das würde die Frau sogar reduzieren.

Kennt jemand den Begriff "Queer"?

Dieser Begriff ist sehr interessant und weicht von dem Heteronormativen (die heterosexuelle Mehrheit der Gesellschaft, oder wie es gerne heißt, die "Natürlichen", die "Normalen") ab.

Queer fasst viele Gruppierungen zusammen (Bi- / Homosexuelle, Transgender, Intersexuelle usw.), die das gleiche Interesse verfolgen, die vorherrschende heteronormative Ordnung unserer Gesellschaft "aufzuweichen", um ihr Leben nach ihren Empfindungen (Identitätsproblematik usw.) leben zu können - ohne Represalien erwarten zu müssen (auch nicht, von anderen Queergruppen, bspw. Homosexuelle <-> Transgendern usw.).


Wenn man zwischen den Geschlechtern steht, ist man androgyn. Man ist sozusagen beides und kann sich dennoch nicht zu etwas entscheiden. Androgynes Erscheinungsbild (T. Hotel, manche japanische Gruppen) heißt nicht, dass auch so innerlich empfunden wird.

Travestie fällt nicht unter Transgender - berufsmäßig Frau zu sein (nur auf der Bühne), keinerlei Interessen zu verspüren, das privat (in welchem Kontext auch immer!) weiterführen zu wollen oder bei einer privaten Party, an Fasching mal eben als Frau auf einen Ball zu gehen... hat nichts mit inneren weiblichen Empfindungen zu tun (Spass, Neugierde, Perfektionismus usw.). Wenn man weiß, man ist TV usw. und nutzt die Gelegenheit, an Fasching mal öffentlich alles ausleben zu "dürfen", ist das keine Travestie.

Androgyne (innere) Empfindung fällt schon eher unter Transgender.


Es gibt also so einiges, was die Gesellschaft nicht kennt oder wenig versteht.
Das schlimmste Vorurteil ist hingegen, dass zwangsläufig alle Männer homosexuell sein sollen, die in Damenkleidung von anderen heterosexuellen Menschen gesehen werden und so kategorisiert werden!


LG,
Miri
 
Zuletzt bearbeitet:
...............


Wohlgemerkt, ich habe nichts gegen all die Anderen Gruppierungen, ich finde es halt nur bescheuert, wenn Manche "geBILDete" alle in einen Topf werfen.

Und da muss ich leider Einwende gegen Christines Aufforderung erheben, das alle egal ob TV,TS etc. "zusammen halten sollten" . Liebe Christine, ich sehe da die Gruppen doch differenzierter. TS & TV das sind zwei völlig verschiedene Ligen ! Und was da sonst noch kreucht und fleucht, CD, DWT etc...
Du stehst noch am Anfang Deines Weges, da möchte ich das mal nicht so ernst nehmen. Je weiter aber Du den Weg gehst, desto mehr wirst Du den Unterschied zu all den anderen Gruppen sehen. Misch Dich mal als TS unter eine Gruppe von TV´s. Du wirst dich wie ein Alien fühlen... und mit der Zeit wird man dich vielleicht schief ansehen.

Man möge jetzt verbal vielleicht auf mich losgehen, aber so ist nun mal meine Sichtweise der Dinge.
.............
Sarah


Hi Sarah,
verbal auf Dich losgehen möchte ich nicht.
Ich respektiere Deine Sichtweise der Dinge.

Persönlich brauche ich diese Zuordnung zu einer Gruppe nicht.
Für manchen Menschen mag es aber Hilfreich sein, sich an einem
bestimmten Ort (wieder) zu finden.

Will mal ein Beispiel aus meinem Leben sagen, hat aber nicht
unbedingt etwas mit TS u.s.w. zu tun.

Hier in meiner Stadt findet so ca. alle 14 Tage eine Veranstaltung
für homosexuelle und lesbische Menschen statt.
Dort gehe ich gerne ab und an hin. Obwohl ich zu keiner der beiden
Gruppen gehöre.
Ich mag die Atmosphäre dort und fühle mich wohl unter den Leuten,
die auf den ersten Blick so 'anders' sind als ich.
Es gibt da eine Verbindung(eine Verbundenheit?) die ich nicht
konkret benennen kann.
Die steht für mich im Vordergrund. Nicht das, was mich von den
anderen unterscheidet.
Kann mir gut vorstellen, dass ich nicht der einzige Mensch bin, für
den das so ist. :)
 
Trägt ein Mann FSH, weil er sie bequem findet und es als Ergänzung zur eigentlichen Kleidung, ohne dabei einen sexuellen Reiz zu verspüren (wüßte nicht, was bspw. an einer Herrenunterhose / Herrensocken usw. erotisch sein sollte), würde das für mich mehr in das Bild des Metrosexuellen, heterosexuellen Mannes passen. Oder, was auch häufig diesbezüglich genannt wird, in die Bezeichnung des "neuen Mannes" fallen.

EINSPRUCH!

Ich bin in diese Gruppe einzuordnen, wehre mich aber ganz entschieden dagegen, als metrosexuell bezeichnet zu werden.

Eine FSH kann bei mir, wenn ein entsprechend schönes Bein drin steckt, den Hormonspiegel in ungeahnte Höhen treiben. Wenn ich aber die gleiche FSH selbst anziehe, wird sie in dem Augenblick für mich zur Herrenbekleidung. Aus dem ganz einfachen Grund, sie wird von einem Mann getragen, der sie einfach nur als normale Bekleidung sieht. Mir ist dabei völlig egal, was auf der Verpackung steht. Ich würde jederzeit auch Herrenstrumpfhosen tragen, wenn sie das gleiche kosten und gleich einfach zu bekommen wären, wie die für Damen. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass das Tragen eines Kleidungsstückes, das keinerlei sexuellen oder gar identitätsverändernden Hintergrund hat, irgendetwas mit meiner sexuellen oder geistigen Ausrichtung zu tun haben kann. Metrosexuell zu sein, verlangt mit Sicherheit etwas mehr, als nur das Tragen eines für das andere Geschlecht typischen Stücks. Andernfalls wär jede Frau, die gerne mal ein Holzfällerhemd anzieht, auch metrosexuell, wofür sich meine Frau schön bedanken würde...

Außerdem wird mir für mein Gefühl hier ein wenig zu fanatisch schubladisiert. Gerade in diesem Bereich ist doch jeder Fall eine Art Unikat und sehr schwer mit anderen vergleichbar. Mit drei oder vier Kategorien ist hier ganz sicher kein Auslangen zu finden.

Das ganze Spektrum reicht von mir, der an sich keinerlei weibliche Anzeichen oder Sehnsüchte sieht, bis zu Sarah, die den ganzen Weg bis zur Frau erfolgreich gegangen ist und alles männliche abgelegt hat. Dazwischen gibt es eine fast unübersichtlich reiche Anzahl von Zwischenstufen, die sich auch nicht so deutlich voneinander abgrenzen lassen und die in ständiger Bewegung sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
...............
Außerdem wird mir für mein Gefühl hier ein wenig zu fanatisch schubladisiert. Gerade in diesem Bereich ist doch jeder Fall eine Art Unikat und sehr schwer mit anderen vergleichbar. Mit drei oder vier Kategorien ist hier ganz sicher kein Auslangen zu finden.

Das ganze Spektrum reicht von mir, der an sich keinerlei weibliche Anzeichen oder Sehnsüchte sieht, bis zu Sarah, die den ganzen Weg bis zur Frau erfolgreich gegangen ist und alles männliche abgelegt hat. Dazwischen gibt es eine fast unübersichtlich reiche Anzahl von Zwischenstufen, die sich auch nicht so deutlich voneinander abgrenzen lassen und die in ständiger Bewegung sind.

Ja Kuli,
so seh ich das auch. Die Menschen passen nun mal oft nicht in die
Schubladen, die 'man' ihnen ach so gerne zuordnen möchte.
Nach meiner Meinung müssen sie das auch nicht. :)
 
@ Kuli, Ajin

Richtig, genau erkannt. Deshalb habe ich auch folgendes beigefügt:

"Begriffe sind also nicht immer sehr eindeutig. Sie können höchstens Tendenzen vermitteln."

Jeder kann von jedem etwas haben und ich bin normalerweise auch nicht glücklich, mich festlegen zu müssen.

Leider benötigt die Gesellschaft immer etwas, dass sie klar bestimmen kann -> weshalb sonst sind die Geschlechtergrenzen so "brutal" gezogen und jeder soll / muss sich danach richten?

Daher habe ich auch Queer erwähnt. Es ist unsinnig zu sagen, dass es DAS Weibliche und DAS Männliche gibt. Wer sich anders fühlt, sollte es leben und nicht einfach nur "dürfen" oder "nicht dürfen".

Nur weil es nicht "normal" erscheint, weil es alle machen, gut finden usw., kann man nicht sagen, es sei abnormal.

Nur, es gibt eben, auch in der Wissenschaft, Dinge, an denen man sich versucht zu orientieren.

Ich kenne auch Homosexuelle Leute und habe sie als nett erlebt.

Ein Mann, der sich weiblich fühlt und mit einem anderen Mann schlafen würde, wäre diesbezüglich vielleicht aus Sicht Dritter, homosexuell, aber in diesem Moment fühlt er sich sich weiblich und vollzieht sozusagen, einen heterosexellen Geschlechtsverkehr, ohne hingegen zu glauben er sei homosexuell. Andere würden es jedoch denken und so auffassen.

Daran sieht man, wie kompliziert es werden kann, Leute in Kategorien zu pressen ("Er hat mir einem Mann geschlafen, noch dazu in Frauenkleider, der ist bestimmt schwul" (mag den Ausdruck nicht so gerne)).

Wenn Du eine Strumpfhose trägst, einfach als normales Kleidungsstück, weil es Dir angenehm ist, dann ist das vollständig in Ordnung.

Wie ich schon sagte, ist der Begriff Metro - Sexuell sehr ungeschickt gewählt. Es geht nicht um das Sex (sexuelle Geschlecht) sondern besser um Gender (soziales Geschlecht). Mit Sexualität hat das nichts zu tun. Daher ist der Begriff irreführend und eben ungeschickt gewählt.

Möchte ein Mann sich ganz selbstverständlich einen Damenring kaufen, und ihn tragen und rein gar nichts mit "Frausein" verbinden einfach, weil ihm dieser spezielle Ring viel besser, als diese langweiligen schwarzen Steine gefällt (die auch gut aussehen können), dann sollte er ihn kaufen und tragen können.
Genauso ist das doch auch mit Deiner FSH. Nur, derzeit ist der Begriff Metro(sexuell) hierfür am gängigsten (einer reiner Kunstbegriff). Es geht rein gar nicht um Sexualität, Stimulanz oder was auch immer.

Mir wäre es ebenfalls lieber ich könnte mich so geben, wozu ich gerade Lust habe und wie ich gerade empfinde, ohne sagen zu müssen, ja, weisst Du, heute bin ich das und morgen aber vielleicht das... Und weshalb, weil ich anders empfinde, oder wie Du, einfach andere Vorlieben hast, andere Dinge schöner findest, als die Mehrheit der Leute. Nichts weiter.

Wenn Du Dich nicht mit Metro anfreunden kannst, dann hast DU den ersten Schritt gemacht, freier zu denken und DICH freier zu machen von dem herrschenden Bild. Du weißt, was DU möchtest und wie DU empfindest - das wissen (leider) viele nicht so genau.

Finde ich gut. Manche passen in einem Begriff oder auch nicht, manche sind bspw. CD mit unterschwelliger TS - Neigung. Sie würden nicht TS werden wollen, liebäugeln aber danach. Was wäre diese Person dann? - CD oder doch TS oder gar nichts von beidem?
Wenn die Person aber sagt, also das und jedes aus den beiden Begriffen trifft auch "mich" zu, dann habe ich eine Richtung und sehe "mich" so. Das ist für diese Person hilfreicher als zu sagen, ich MUSS CD sein, weil... und darf / kann deshalb nichts von einer/einem TS haben.

Sich festlegen zu müssen, wäre falsch. Was oben geschrieben wurde, sind Definitionen, die Tendenzen vermitteln und häufig, auch in Fachliteratur so gesehen werden, aber jeder kann und wird dennoch anders empfinden, das ist korrekt -> sie sollten es auch.

Du sagst es, "Wenn ich aber die gleiche FSH selbst anziehe, wird sie in dem Augenblick für mich zur Herrenbekleidung."

Ich wäre froh, wenn sich alle Meschen, die etwas anderes machen wollen und niemandem dabei schaden, sich so frei machen könnten, dass es für sie und für andere Menschen einfach ganz selbstverständlich wäre. Es gäbe dann vielleicht nur noch diese Definition, wenn ein sich Mensch im falschen Körper befände. Das muss ausreichend geklärt werden und eingeordnet werden können, weil man damit auch viel Unfug treiben könnte.
Alles andere schadet niemandem und wird leider viel zu eng gesehen (von beiden Geschlechtern).

Genau. Kein sexeller Reiz (ebenso wenig, wären Herrensocken für Dich erotisch). Du bist heterosexuell und findest dasselbe Kleidungsstück an einer Frau wiederum erotisch.

Wenn Du Dich gar nicht mit Metro anfreunden könntest, müsste wahrscheinlich noch etwas zwischen Metro und Heteronormativ gefunden werden...

... wie gesagt, ich benötige diese "Schubladen" nicht, bin froh, wenn sie dekonstruiert (-> Queer) werden.

Aber die "Normalen" benötigen sie, weil sie alles "verstehen" müssen und anderen nicht ihre individuelle Freude an bestimmten Dingen lassen können und sie auch nicht in Ruhe ihr Leben führen lassen - Schade ist das!

Was meinst Du, wie man es diesen Leuten erklären könnte, was Du meinst und empfindest (ich weiß, was Du meinst und unterstütze es ebenfalls ;) )?

Dazu finde ich gut was Du geschrieben hast und hast es wahrscheinlich teilweise auch beantwortet:

"Das ganze Spektrum reicht von mir, der an sich keinerlei weibliche Anzeichen oder Sehnsüchte sieht, bis zu Sarah, die den ganzen Weg bis zur Frau erfolgreich gegangen ist und alles männliche abgelegt hat. Dazwischen gibt es eine fast unübersichtlich reiche Anzahl von Zwischenstufen, die sich auch nicht so deutlich voneinander abgrenzen lassen und die in ständiger Bewegung sind."



Lg,
Miri
 
Zuletzt bearbeitet:
Außerdem wird mir für mein Gefühl hier ein wenig zu fanatisch schubladisiert. Gerade in diesem Bereich ist doch jeder Fall eine Art Unikat und sehr schwer mit anderen vergleichbar. Mit drei oder vier Kategorien ist hier ganz sicher kein Auslangen zu finden.

Genau, deshalb geht mir diese haarspalterische Abgrenzung von TV und CD auch so gegen den Strich.

Ein Mann, der sich weiblich fühlt und mit einem anderen Mann schlafen würde, wäre diesbezüglich vielleicht aus Sicht Dritter, homosexuell, aber in diesem Moment fühlt er sich sich weiblich und vollzieht sozusagen, einen heterosexellen Geschlechtsverkehr, ohne hingegen zu glauben er sei homosexuell. Andere würden es jedoch denken und so auffassen.

Daran sieht man, wie kompliziert es werden kann, Leute in Kategorien zu pressen ("Er hat mir einem Mann geschlafen, noch dazu in Frauenkleider, der ist bestimmt schwul" (mag den Ausdruck nicht so gerne)).

Ja aber ganz genauso ist es ja.

Möchte ein Mann sich ganz selbstverständlich einen Damenring kaufen, und ihn tragen und rein gar nichts mit "Frausein" verbinden einfach, weil ihm dieser spezielle Ring viel besser, als diese langweiligen schwarzen Steine gefällt (die auch gut aussehen können), dann sollte er ihn kaufen und tragen können.

Nun ja, manchmal scheitert das schon an der erhältlichen Größe (wieder mal), aber es stimmt natürlich.
 
puh...

ganz schön viel...

na, die palette reicht von metrosexuell, das meines wissens wirklich von marketingstrategen erfunden wurde, bis zur travestie, die an sich "nur" schauspielerei ist.
männer oder frauen, die einfach so, ohne sexuelle motivation, kleidung des anderen geschlechts adaptieren sind weder metrosexuell noch sonstwas... männer, die wie kuli fsh tragen sind vllt. etwas eigenwillig. frauen in männerhosen, männerhemden usw. sind doch garnix besonderes. sogar damenslips mit eingriff hats schon gegeben...
dwt, cd und tv sind halt diejenigen mit erotischem hintergrund - oder ev. zwischenstufen zum ts.
transsexuell kann man nicht werden, allenfalls feststellen. schliesslich handelt es sich um einen geburtsfehler.
 
Irgendwie kann ich nicht oft genug meine Meinung sagen.

Im grossen und ganzem bin ich ein LEBEWESEN, nicht mehr und nicht weniger wert wie alle anderen Lebewesen.

Zeitig am Morgen in die Berge, und erst am Abend wieder heim, oder gar über Nacht im Schlafsack draussen, unterwegs auf versteckten Pfaden, wo du keinen Menschen siehst.
Irgendwann reduziert man sich zwangsweise auf das was man eigentlich ist: ein Lebewesen!
Ich mache das gern, und irgendwann hab ich begonnen mit der Natur zu sprechen. Mögen jetzt andere lachen, das ist mir total wurscht!
Ich weiss was ich von der Natur bekomme, und das kann mir niemand wegnehmen.

@mouse

Da hab ich mich gestern wie so oft falsch ausgedrückt. Im Prinzip meinte ich:

Wir sollten versuchen uns alle zu vertragen. Natürlich, verstehen ist eine andere Sache.
Wir sind ja eh nicht lang da, zumindest in diesem Leben. Und diese Zeit sollten wir es uns so schön machen wie möglich. Zumindest soweit das möglich ist.

lg,
chris
 
........ transsexuell kann man nicht werden, allenfalls feststellen. schliesslich handelt es sich um einen geburtsfehler.

Hm Joe,
könnte es nicht so sein dass das, was auf den ersten
Blick wie ein Geburtsfehler aussieht, etwas ganz anderes ist?
Vielleicht eine grosse Herausforderung oder gar eine Chance,
die Menschen ohne diesen 'Fehler' so nicht haben...........

Eine TS-Persönlichkeit ist so zusagen erst einmal gezwungen,
sich mit ihrem Gefühls(er)leben ganz konsequent auseinander zu setzen.
So kommt sie in innere Bereiche, die Personen ohne diesen vermeintlichen
Fehler wahrscheinlich gar nicht finden können.

Könnte z.B. Chris ohne Christine die Natur so intensiv fühlen und
wahr nehmen? Sie als eine so grosse Bereicherung empfinden?
Ich weiss es nicht. :)

Chris, ich hoffe Du nimmst mir nicht Übel, dass ich Dich als Beispiel
angeführt habe? *lieb schau*

Klar, es gibt auch Menschen, die nicht TS sind und die Natur
trotzdem als grosse Kraftquelle spüren........
 
[FONT=&quot]Hallo ihr lieben,
zunächst möchte ich Miriam mal ein großes lob aussprechen für die mühe, die sie sich gemacht hat, die Begriffe TS, TV, CD, DWT, Metrosexuell und Queer genauer zu definieren. Im grunde ist es aber kaum möglich genaue Abgrenzungen zu finden, da die "Grenzen" sehr fließend sind. Ein jeder, der sich in einer dieser Gruppierungen wiederfindet, hat seine eigenen Motive, warum er/sie Damenwäsche, komplette Frauenkleidung trägt oder sich komplett als Frau stylt. Die Gründe sind so farcettenreich wie das Farbspecktrum des Lichts. Auch hat Chris schon völlig recht wenn sie sagt, das TS und TV/CD sich zusammentum sollten, denn interne Machtkämpfe um eine "Vorherrschaft" sind unsinnig im kampf um Akzeptanz des vermeintlich unnormalen in der heutigen Gesellschaft.
Was mir Persönlich immer wieder auffällt ist, das immer häufiger der Begriff TZF (Teilzeitfrau) benutzt wird. Genaugenommen ist das ja auch nichts anderes wie eine "Hobby-Transe" (soll jetzt keine Beleidigung sein, bin ja selber eine). Warum also einen relativ neuen Begriff nutzen wenn es den Begriff mit TV schon gibt?


LG Tommy/Conny
[/FONT]
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
ich bin TV und vielleicht auch TS.Da ich seit 1993 allein lebe,also nie jemand in meiner Wohnung ist(bis 2001 kamen meine beiden Kinder alle vier Wochen,sind jetzt schon groß)ist es völlig egal,ob ich so oder so bin.Ich finde ihr macht Euch zu sehr einen Kopf darum was Ihr nun seid oder nicht.
Ob man nun TS ohne Schniedel ist oder nicht,Hauptsache gesund und irgendwie Spaß haben.
Ich ziehe mir gleich immer zuhause eine frische FSH an und Lycra-Kleidchen,Bluse,Lycra-Hemdchen drunter und fühle mich wohl.
 
Diskussion hin und her. Ich bin TV/DWT und es macht Spaß, sich hin und wieder komplett als Frau zu kleiden und auch auszuleben. Bleibe aber im Grund hetero.
 
Hm Joe,
könnte es nicht so sein dass das, was auf den ersten
Blick wie ein Geburtsfehler aussieht, etwas ganz anderes ist?
Vielleicht eine grosse Herausforderung oder gar eine Chance,
die Menschen ohne diesen 'Fehler' so nicht haben...........

Eine TS-Persönlichkeit ist so zusagen erst einmal gezwungen,
sich mit ihrem Gefühls(er)leben ganz konsequent auseinander zu setzen.
So kommt sie in innere Bereiche, die Personen ohne diesen vermeintlichen
Fehler wahrscheinlich gar nicht finden können.

Könnte z.B. Chris ohne Christine die Natur so intensiv fühlen und
wahr nehmen? Sie als eine so grosse Bereicherung empfinden?
Ich weiss es nicht. :)

Chris, ich hoffe Du nimmst mir nicht Übel, dass ich Dich als Beispiel
angeführt habe? *lieb schau*

Klar, es gibt auch Menschen, die nicht TS sind und die Natur
trotzdem als grosse Kraftquelle spüren........


hallo ajin,
ich meinte diesen "fehler" an sich - äh... ich sag mal rein technisch... auf jeden fall wertfrei.
aber wenn du mich schon darauf aufmerksam machst:

ja, ich denke es ist mehr als nur eine herausforderung.
hoffentlich versteht das keiner falsch wenn ich das eher mit einer behinderung vergleiche. aber ich sehe da parallelen. genau wie viele, bei denen ein sinn beeinträchtigt ist, ihre anderen sinne um so intensiver nutzen.
smile... du hast christine als beispiel genommen... na, soll sie uns beiden den kopf abreissen (wenn quasi das nich schon vorher macht), aber sie ist halt ein gutes beispiel für das, was ich meine:
ich habe schon öfter gelesen das sie jemandem hier im forum auf den kopf zusagt wie es ihm geht, was er fühlt und die leute dann fragen "woher weisst du das?".
christine ist extrem feinfühlig... ich vermute mal das hat sie von der natur mitbekommen, sozusagen als ausgleich...

hmm... ich hoffe es kommt rüber was ich meine...
 
ich habe schon öfter gelesen das sie jemandem hier im forum auf den kopf zusagt wie es ihm geht, was er fühlt und die leute dann fragen "woher weisst du das?".
christine ist extrem feinfühlig... ich vermute mal das hat sie von der natur mitbekommen, sozusagen als ausgleich...

hmm... ich hoffe es kommt rüber was ich meine...

Naja, das funktioniert nicht bei jeder Person, aber..., ich weiss nicht.
Ich mach mir keine Gedanken darüber.

Joe, hast du richtig erkannt:

Es stimmt schon, von der Natur beziehe ich ungeheure Kraft, und ohne sie könnt ich nicht sein. Ich liebe sie! Es ist einfach was wunderbares!:)

Da spielen aber noch andere Faktoren mit, von denen ich hier nicht schreiben will. da dies sehr an die Grenzen geht, bzw. weit über das "normale" Bewusstsein hinaus. Drum halt ich da besser den Mund.:blush:

Ja, ich bin sehr feinfühlig, dass macht mich in einigen Dingen aber sehr verletzlich!

lg,
chris:)
 
Zurück
Oben