Warum tragen Männer jenseits der 50 deutlich öfters Röcke oder andere feminine Kleidung?

Ich frage mich jetzt letztlich ob dieses Ausbrechen aus vorgegebenen Strukturen ein Anzeichen von Altersschwachsinn, Altersstarrsinn oder deutliche Anzeichen einer sog. Midlifecrises sind.

Das glaube ich gerade nicht, im Gegenteil. Mit zunehmendem Alter festigt sich der Charakter, man muss nicht mehr über jedes Stöckchen springen, das einem hingehalten wird. Das gilt auch für gesellschaftliche Konventionen. Irgendwann steht man da drüber und lebt sein Leben. Dazu kommt, dass in jüngeren Jahren möglicherweise die Partnersuche und ggf. Familiengründung einem Ausleben im Weg steht. Die älteren Semester haben das längst hinter sich und machen jetzt ihr Ding.

Ich sehe es ja auch an mir selber; Dinge, die ich mich früher nicht getraut habe bzw. worüber ich mir ewig Gedanken gemacht habe, die tue ich heute einfach. Mir doch Wurscht, was andere darüber denken, ich tue ja niemandem was.

Ach so: Die Midlife-Crisis sollte mit 50 eigentlich auch schon vorbei sein - die meisten Porsche-Fahrer legen sich schon in jüngeren Jahren ihren ersten 911er zu ;)
 
Ich denke auch, dass es eher ein Frage einer gewissen Reife ist. Nicht unbedingt im Sinne einer Reife des Erfahrungsschatzes usw. , mehr eigentlich in Richtung - die Zeit ist reif - dafür . Man erkennt, dass Mann lang gehegte Wünsche und Träume nicht unendlich aufschieben kann und macht es dann einfach. Andererseits ist es auch ein Gefühl der Selbstbestätigung in Zeiten, wo die Wertschätzungen von außen immer mehr nachlassen.
Das mit den Farben kenne ich auch. Ich denke das ist ein Thema der Autosuggestion, du fühlst dich selbstbewusster und traust dich einfach Farben zu tragen. @ Gotti: Dein Zahnarzt ist womöglich geschulter NLPler und weiß, dass er dir mit einem Lob für deine bunten Hosen eine riesige Freude macht.
Und... wir Männer werden doch so gerne gelobt!
 
Das glaube ich gerade nicht, im Gegenteil. Mit zunehmendem Alter festigt sich der Charakter, man muss nicht mehr über jedes Stöckchen springen, das einem hingehalten wird. Das gilt auch für gesellschaftliche Konventionen. Irgendwann steht man da drüber und lebt sein Leben. Dazu kommt, dass in jüngeren Jahren möglicherweise die Partnersuche und ggf. Familiengründung einem Ausleben im Weg steht. Die älteren Semester haben das längst hinter sich und machen jetzt ihr Ding.

Ich sehe es ja auch an mir selber; Dinge, die ich mich früher nicht getraut habe bzw. worüber ich mir ewig Gedanken gemacht habe, die tue ich heute einfach. Mir doch Wurscht, was andere darüber denken, ich tue ja niemandem was.

Ach so: Die Midlife-Crisis sollte mit 50 eigentlich auch schon vorbei sein - die meisten Porsche-Fahrer legen sich schon in jüngeren Jahren ihren ersten 911er zu ;)

Die Geschichte mit dem Altersstarrsinn war auch eine bewusst provokante Überspitzung von mir. Bei mir war es schon immer, und wenn ich es genau überlege, auch schon in meiner Kindheit so das mir Konventionen absolut zuwider waren. Der Satz "Das tut man nicht" der hat bei mir allergische Reaktionen ausgelöst und bisweilen auch dafür gesorgt das ich mitunter auch glatt das getan hatte was MAN eben so nicht tut. Auch heute habe ich noch die mehrfach widerholte Aussage meiner Mutter im Ohr das sie mit meiner Erziehung aufgehört hatte seit dem ich 14 Jahre alt geworden bin. Auch hatte ich während meiner Grundschulzeit noch Ansätze erlebt wo man mich vom Linkshänder zum Rechtshänder umerziehen wollte - absolut erfolglos.

Heute bin ich soweit das ich sage das, solange sich meine Frau an meiner Seite wohl fühlt und mich weiter unterstützt, mir es wurscht ist was meine sonstigen Mitmenschen sagen oder eben auch nicht. Meine Freunde kennen meinen Sturkopf und kennen auch meine speziellen Vorlieben und von daher ist das für diese auch kein Problem. Die meiste Zeit meines Lebens habe ich meinen Kliedungsstil als Mann nicht wirklich hinterfragt. Im Beruf als IT Trainer war ich froh keine Krawatte tragen zu müssen und war aber ansonsten mehr oder weniger "normal" angezogen - eben ohne irgendwelche Experimente. Die kommen dafür jetzt zunehmend zum tragen.
 
@Paule @Krabat

Ursprünglich hatte ich auch den Gedanken den Thread im Crossdresser Stübchen unterzubringen. Andererseits hat der Begriff Crossdresser einen sexuell motivierten Hintergrund mit dem ich das Thema definitiv NICHT in Verbindung bringen wollte.

Zunächst einmal: Es war ich, der den Thread ins Unterforum "Crossdresser" verschoben hat. Für Dich (und andere) hat der Begriff "Crossdresser" einen sexuell motivierten Hintergrund, für mich (und andere) nicht. Für mich ist ein Mann, der Kleidungsstücke trägt, die üblicherweise von Frauen getragen werden, ein perfektes Beispiel für einen Crossdresser. //Die lange Diskussion um eine Begriffsbestimmung und die dabei zu Tage tretenden unterschiedlichen Auffassungen lassen sich im Thread Definition CD, TV, TS... nachlesen.

Wenn es Dir lieber ist, kann ich den Thread auch ins Unterforum "Andere Modeartikel" verschieben. Aber wie Du schreibst, ist Dir ja letztlich egal, wo Dein Thread steht.

Und last but not least - nur zum Verständnis einer Umfrage. Muss eine Umfrage im ursprünglichen Unterforum definitiv festgelegte Antworten zum ankreuzen enthalten?

Kurze, klare Antwort: Ja. Wir haben das Unterforum "Mitgliederbefragungen" extra zur Sammlung von Umfragen mit Ankreuzmöglichkeiten zu unterschiedlichsten Themen eingeführt.

Beste Grüße
Paule
 
Zuletzt bearbeitet:
Alles bestens lieber @Paule und vielen Dank für Deine Antwort. Lass den Thread da wo er ist. Hatte ja selbst auch zuerst an die Crossdresser Abteilung gedacht.
 
Wer meine Meinung hierzu eruieren möchte, darf mich anschreiben...
 
Jetzt komme ich, über 50 tatsächlich ins Grübeln....warum trage ich öffentlich Röcke, Kleider und auch Strumpfhosen.......wenn die Frage kommt, antworte ich oft: weil ich es kann! Eine gewisse Bewunderung/Aufmerksamkeit meiner Umwelt bleibt nicht aus, die Akzeptanz ebenso. Klar ist mir in meinem Alter deutlich anderes wichtig als früher, andererseits rege ich mich gerne über dieses uniforme Denken.....ich muss nicht verbal gegen irgendwas feuern, ich ziehe mich einfach an und schwupps, weiß jeder das er es bei mir mit einem nonkonformen Typen zu tun hat....hab ich aber schon mit ca 12 angefangen zu beweisen das es immer auch anders geht. Im Grunde trage ich wie immer TShirt Jeans (Rock) und Strumpf ( Hose ) hat sich nichts verändert ausser eben das alles achtsamer und bewusster funktioniert. Ich frage auch gerne andere was das tragen zb. von Röcken mit einem macht? Mich hat es noch ein wenig toleranter und sensibler für meine und die Belange anderer gemacht (auch kein Drama) und zum Thema Unterwäsche: da ist es wie mit dem Geld: du kannst es haben, musst aber nicht drüber reden!! Quasi ein Unterwäsche (Bank) Geheimnis. Ich werde auch morgen nicht darüber nachdenken warum ich was zum Frühstück esse und mit welchem Auto ich zur Arbeit fahre....und ich werde auch keinen fragen ob meine Kleidung ok ist....
 
Zuletzt bearbeitet:
…….Mich hat es noch ein wenig toleranter und sensibler für meine und die Belange anderer gemacht (auch kein Drama) und zum Thema Unterwäsche: da ist es wie…
Das sagt meine Frau übrigens auch zu mir, dass ich nach dem Outing befreiter, aber auch toleranter und sensibler anderen gegenüber geworden bin.
Man trägt doch eine Menge unverarbeiteten Müll beim geheimen Auslesen mit sich rum.
LG
Ela
 
@Gotti , ich bin ja wieder ein Schelm. Läster hier rum und habe aber selbst noch nichts zum Thema beigetragen.

Nun hier mal Meines:

Ich denke diese Männer ab 50 haben schon vieles erlebt. Müssen sich selbst nicht mehr beweisen und werden da durch abgedroschener.
Man traut sich mehr, ich zu sein. Was die Umwelt sagt, wird zunehmend unwichtiger, weil man immer mehr glasklar vor Augen hat, dass unsere Zeit begrenzt ist. Somit steht das eigene Leben im Vorfeld.

Ich sehe das bei mir selbst. In den letzten 5 Jahren habe ich auch viel Damenbekleidung an mir zugelassen. Zwar dezent und unauffällig, aber beständig. Und mir ist inzwischen auch egal, wer was und wo dazu sagt. Es ist mein Leben und vor allem mein Wohlbefinden. Nur das zählt. Mit 40 wäre das noch unverstellbar gewesen.

Nur ob das immer gut und richtig ausgewählt ist, wage ich zu bezweifeln. Da muss dann jeder zu sich stehen und die Reaktion der Umwelt aushalten. Was nicht immer jeder so kann und einfach ist.

Ich denke diese Männer ab 50, finden ehr ihren eigenen Weg und sind viel konsequenter ihn durch zu setzen.

Aber Alter schützt vor Torheit nicht . . .
 
Bei mir ist es anders rum, mein Bedürfnis Frauenkleidung zu tragen hat in den letzten 10 - 15 Jahren enorm abgenommen.
Irgendwie ist das für mich nicht mehr wichtig ...
 
Bei meinen Gedanken warum ich crossdresse war früher auch immer so ein Fuck-you-all Gefühl anwesend. Abkehr vom Normalen, raus aus de, Stress.
Mittlerweile, Ü60, ist eigentlich nur noch genießen und ist doch egal.
Da kann ich dem Inspektor voll zustimmen.
Aber ich hätte den Switch viel früher machen sollen.
LG
Ela
 
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