Was denken Verkäuferinnen?

Ich hab' bestimmt schon von den zwei Erlebnissen beim Strumpfhosenkauf erzählt, die wirklich darauf schließen ließen, was Verkäuferinnen denken.

Erste Situation (vor schon über 20 Jahren im Breuninger in Freiburg):
Ich hatte meine Strumpfhose, den einzigen Artikel, den kaufen wollte, auf die Theke gelegt. Vor mir war eine Kundin an der Reihe. Als sie ihre Waren bezahlt hatte, wurde die Kassiererin auf meine auf der Theke liegende Feinstrumpfhose aufmerksam. Eilig rief sie der Kundin vor mir hinterher: "Sie haben Ihre Strumpfhose vergessen!" (Darauf ich nur: "Nein, die ist für mich.")

Zweite Situation (vor 3,4 Jahren bei Müller):
Hier war es gerade andersrum. Die Kassiererin glaubte, dass die Strumpfhose der hinter mir anstehenden Kundin auch noch zu meinen Waren gehörte. Als sie sie gerade abkassieren wollte, meinte die Kundin: "Halt! Das ist meine. Männer tragen doch keine Strumpfhosen." Darauf die Kassiererin: "Die hätte ja auch für seine Frau sein können."

Wie schon von so vielen festgestellt: Was die Verkäuferinnen und Kassiererinnen wirklich denken, werden wir wohl in den seltensten Fällen erfahren, selbst, wenn wir sie fragen würden. Die beiden geschilderten Erlebnisse zeigen, dass sie grundsätzlich davon ausgehen, dass die Strumpfhosen für Frauen sind. Und wenn sie glauben, sie wären für mich? Was soll's.
Wichtig für mich ist, dass ich unbehelligt meine Strumpfhosen ohne roten Kopf kaufen kann.


Grüße

Paule
 
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Wie Verkäuferinnen wirklich über Männer in Strumpfhosen denken, wird man ohne weiteres nicht erfahren. Ich denke, da müsste man schon zu zweit m/w abgesprochen mal einen Test wagen.

"ER" fragt gezielt nach Strumpfhosen für sich und lässt sich beraten. "SIE" tut dabei so, als ob sie IHN nicht kennt, bekommt aber das Gespräch "zufällig" mit. "SIE" muss dann im Anschluss an die gleiche Verkäuferin geraten und die extra provokante Frage stellen, wie z.B. ob es mehrere solch perverser Typen gibt.

NUR dann erfährt man die wahre Meinung der Verkäuferin. Nimmt sie den Kunden in Schutz, zeigt sie damit, dass sie dem Thema psoitiv gegenüber steht. Vielleicht bestärkt sie ihn in seinem Verhalten sogar durch eine entsprechende Meinung - auch wenn er es dann nicht mitbekommt. Bläst die Verkäuferin allerdings ins gleiche Horn wie "SIE", weiss man wie die Verkäuferin über Männer in FSH denkt.

Wenn die Frau nicht provokant sondern positiv interessiert fragen würde besteht die Gefahr, dass die Verkäuferin nur deshalb positives Feedback zu Männern in FSH gibt, um die Kundin "SIE" nicht zu vergraulen ...
 
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ist ja ein nettes gedankenspiel, aber in echt?
Ich weiß nicht.

und halt mal dagegen:
ach, die armen verkäuferinnen ....
eh schon so einen ******job für wenig geld und mit blöden arbeitszeiten machen müssen
und dann werden sie noch mit allen Tricks ausgehorcht, was sie so über ihre Kunden denken
und wozu eigentlich?
damit wir was zu tratschen haben?
 
Wenn man es so macht, wie Du vorschlägst, ist keine der Varianten wirklich gut, es wird das Gespräch jeweils vom "Lockvogel"in eine bestimmte Richtung gelenkt, isz also nicht wirklich von der Verkäufer/in ausgehend und "freiwillig"!
 
Ihr habt beide natürlich Recht! Das hätte schon was von austricksen.

Letztlich muss ich für mich auch feststellen, dass mir die persönlich Meinung der Verkäuferin fast egal ist, solange sie mir ein gutes Gefühl gibt, bzw mich fair behandelt. Ob und wie stark sie ihre eigene Einstellung zu Männer in FSH dabei unterdrücken muss/kann ist mir letztlich nicht wichtig, solange ich freundlich behandelt werde.

Ignorance is bliss.

Ich denke jeder hat Situationen / Tätigkeiten auf der Arbeit, die einem Spass machen und welche die einem Widerstreben, die aber zum Job dazu gehören. Und öfters muss man gute Miene zum bösen Spiel machen...

Mein vorheriger Beitrag sollte nur ein Gedankenspiel sein, wie man vllt. rausbekommen KÖNNTE, was genau Verkäuferinnen denken. (Hab daher den letzten Satz rausgenommen, sollte nicht wirklich ein Aufruf sein)

Bisher bin ich nie schlecht behandelt worden, wenn ich offen eine FSH für mich kaufen wollte!
 
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Mich erstaunt echt, dass dieser Thread nun schon 59 Seiten lang ist. Das Thema scheint die community hier ja wirklich zu beschäftigen. Einerseits verständlich, denn auch der geheimste Geheim-Fetischist muss beim Ankauf seines Begierdeobjekts die Schnittstelle zur "normalen" Welt bedienen, andererseits auch völlig unverständlich, denn wer "zahlt, schafft an", und es kann einem herzlich egal sein, was die Lohnsklavin des Handelshauses über das Konsumverhalten ihrer Kunden denkt.

Zwischen diesen beiden Extremen fühle ich mich eher dem zweiten Pol zugehörig. Mich kümmert es tatsächlich nicht, was eine - mir unbekannte - Verkäuferin darüber denkt, wenn ich Strumpfhosen kaufe. Ob die jetzt denkt "So ein perverses Schwein!" oder "Was soll ich heute kochen!" ist mir wirklich egal. Ich rück die Kohle raus, und damit hat sich's.
 
Ich wollte eben dasselbe wie Realax schreiben.Irgendwann müßte ein derart unbedeutendes Thema eigentlich gegessen sein.Aber nun gut..wer immer noch was weiß..
 
Mich erstaunt echt, dass dieser Thread nun schon 59 Seiten lang ist. ... völlig unverständlich, denn wer "zahlt, schafft an", und es kann einem herzlich egal sein, was die Lohnsklavin des Handelshauses über das Konsumverhalten ihrer Kunden denkt.

Woran Du siehst, es ist eben nicht jedem egal. Mir ist auch nicht egal, was andere über mich denken. Und ich kann gut verstehen, dass einen die Themenfrage interessiert. Wen nicht, der muss sie ja nicht beantworten oder kommentieren :)
 
Mich interessiert es auch nicht mehr wirklich, was Andere über mich denken aber ich glaube auch, dass ich meinen Platz im Leben gefunden habe und das haben Andere eben noch nicht oder es fehlt einfach ein wenig Lebenserfahrung oder Abgeklärtheit und denen kann man doch durchaus Tipps, Denkanstöße oder eine andere Sichtweise geben.
 
Woran Du siehst, es ist eben nicht jedem egal. Mir ist auch nicht egal, was andere über mich denken. Und ich kann gut verstehen, dass einen die Themenfrage interessiert. Wen nicht, der muss sie ja nicht beantworten oder kommentieren :)

Mein Kommentar war ja auch eher auf der Metaebene angesiedelt...:)

Nein, ich versteh schon, dass man sich darüber Gedanken macht, was die Verkäuferin so denkt. In meinen Anfangsjahren als strumpfhosenkaufender Teenager (späte 70er) hab ich mich auch fast jedesmal angesch... wenn ich im Kaufhaus mit einer Strumpfhose zur Kassa gegangen bin... Mittlerweile gehöre ich zur Generation fünfzigplus und, wie oben erwähnt, mir ist es jetzt sowas von egal, was die Verkäuferin sich denkt.

Alles eine Altersfrage, und das ist wohl auch der Grund für die divergierenden Meinungen...
 
Bei der ganzen Diskussion hier wird in meinen Augen zu wenig unterschieden um welche Art von Verkäuferin es sich handelt:
Bei einer Kassiererin im Supermarkt ist doch ein weitaus leichteres Spiel, zumal sie ja auch nicht zu Beratungszwecken konsultiert wird, da zum einen sie in den seltensten Fällen kompetente Aussagen über alle Produkte des Ladens machen kann und wenn doch, dann kann das Gemurmel in der Schlange hinter einem schnell zu einer lautstarken Unmutsäußerung umschlagen. Im Supermarkt eine Feinstrumpfhose bezahlen jagt vielleicht 13jährigen die Schamröte in den Kopf, ein erwachsener Mann erledigt das mit einer gewissen Routine mit links, vor allem wenn er in ein heiratsfähiges Alter kommt, sonst muss gedanklich die Mutter herhalten.
Jedenfalls betrachte ich eine Kassiererin nicht als Verkäuferin im klassischen Sinne, und hier sich mit seinen Leistungen in einem Drogeriemarkt zu beweihräuchern ist meiner meinung nach nicht im Sinne des Threads, zumal die Frage nicht beantwortet ist, was ist wenn einen die Kassiererin kennt.
 
Etwas anderes ist es doch, wenn man in einem Kaufhaus in der Fachabteilung nach dem Motto „Kann ich ihnen helfen?" angesprochen wird oder als Meisterleistung ein Fachgeschäft betritt, wo es keine Fluchtmöglichkeit gibt und die Aussage „ach, sie haben nur Feinstrumpfhosen? Ich suche aber Feinstaubdosen" in absolut nicht Weise dazu dient, sein (knallrotes?) Gesicht zu wahren.

 
und dann werden sie noch mit allen Tricks ausgehorcht, was sie so über ihre Kunden denken
und wozu eigentlich?
damit wir was zu tratschen haben?
Nun, wenn Du das so siehst, dann könnte man auch den kompletten Sinn des Forum in Frage stellen.
Wieviel wird hier getratscht, ohne dass jemand daraus einen persönlichen Nutzen ziehen kann?
 
Ich betrachte den Gedankengang von disorder als ziemlich durchdacht, um sich einer wahren Antwort zu nähern, ohne sie jemals zu erhalten.
Worin der Nutzen besteht, das lasse ich mal im Raum stehen, aber ich bin mir sicher es würde schon an der praktischen Durchführbarkeit scheitern. Wer stellt sich als Befrager zur Verfügung und stellt obendrein auch noch seinen weiblichen Kompagnon?
Wer ist bereit, durch den deutschsprachigen Raum zu ziehen (oder entsprechende Teams zu gewinnen), um auch alle regionalen Unterschiede herauszukristallisieren? Berlin ist nicht Bern und Wilhelmshaven ist nicht Wien.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie groß die Anzahl der befragten Verkäuferinnen sein muss , um eine repräsentativen Schnitt zu haben, auch unter Berücksichtigung des Lebensalters und der Berufserfahrung in dieser Sparte.
 
sondern ihren Job machen und ansonsten mit ihren eigenen Geschichten beschäftigt ist. Wann hab ich Pause? schaffe ich es mein Kind pünktlich aus der Kita zu holen, was koche ich heute? ....
Ich möchte nicht bestreiten, dass das gut nachvollziehbare Gedankengänge im Kopf einer Verkäuferin sind, vor allem wenn sie alleine ist, aber ich denke, die werden sofort beiseite gedrängt wenn Kundschaft oder zum Beispiel ein Vorgesetzter auftaucht.
Mag auch die Bedienung von Frauen eine gewisse Routine mit sich bringen, taucht ein Mann auf, ist das doch eher ein seltener Vertreter und schafft es vielleicht, bis über den Feierabend hinaus sich im den Kopf der Verkäuferin temporär zu verewigen, und wenn es nur die Aufgabe ist, den Körper des Mannes in die dubiosen Größenangaben für Frauen im Bereich Feinstrumpfwaren umzurechnen.

 
Daher halte ich die Aussage
Die Denken das dass ein Fetisch ist
über einen möglichen Gedankengang überhaupt nicht abwegig. Auch wenn ich mir sicher bin, dass Paule von Patrick22 keine Antwort erhalten wird, sollte man ja, wie an andere Stelle hier im Forum durchgekaut, auch die Bedeutung des Begriffes „Fetischist" nicht aus dem Auge lassen. Wenn man mit sich selber im Reinen ist und diesen Begriff auch auf sich selber ohne negativen Beigeschmack überträgt, wo ist dann das Problem? Wenn man einen Beigeschmack empfindet, dann sollte man sich überlegen, wie es zu dem Beigeschmack gekommen ist, vor allem, was man selber dazu beigetragen hat und bitte nicht alles auf die anderen abschieben. Wenn ein Mann seine Feinstrumpfhosen nur als Modeavantgardist kauft, dem ist meiner Meinung nach eh nicht mehr zu helfen. Alle machen es falsch, nur einer macht es richtig.

Auch sollte man bedenken, was eine abweisende Verkäuferin schon vorher mit ihren männlichen Kunden erlebt hat.

Wenn

  • ein Mann sich angeblich hilfesuchend an eine Verkäuferin wendet, im Laufe des „Beratungsgespräch" aber alles besser weiß
  • es schnell erkennbar wird, da er sonst niemanden hat, mit dem er über Feinstrumpfwaren stundenlang philosophieren kann und der zeitliche Aufwand in keinem Verhältnis zum Umsatz steht
  • ein Kunde den Eindruck erweckt, dass er Taschenbillard spielt
  • ein Kunde krampfhaft versucht, den modischen Aspekt seiner Feinstrumpfhosen hervorzuheben
  • die Verkäuferin merkt, dass der Mann überhaupt nicht die reine Wahrheit spricht,
  • wenn der Mann versucht die Verkäuferin vor den Karren der kleidungstechnischen Revolution in Sachen Kleidung zu spannen
 
wie soll sie den nächsten Mann mit offenen Armen in ihr Verkäuferinnenherz schließen?
Wie war das noch einmal mit dem Tropfen Öl im Grundwasser und dem Tropfen Grundwasser in Öl?
 
Kleine Anekdote am Rande zu diesem Thema:

Ich kaufe seit Jahrzehnten meine Strumpfhosen immer in derselben Wolford-Boutique, immer bei derselben Verkäuferin. Die kennt mich also, weiß, dass ich die Strumpfhosen für mich kaufe, schickt mir hin und wieder eine SMS mit Sonderangeboten und pflegt seit vielen Jahren ein fast freundschaftliches Verhältnis zu mir. Sie meinte, dass doch eine ganze Reihe Herren Wolford-Produkte bei Ihr kauften, sei es nun für die Partnerin oder für sich selbst, aber nicht alle seien harmlos. Einmal habe ein Mann einen Body im Geschäft anprobiert, der dann in der Umkleide tatsächlich onanierte und zwar so, dass sie das auch mitbekam. Seitdem sei sie ein wenig vorsichtig bei Männern, die Frauenwäsche kaufen wollen. Verständlich, oder?
 
... Verständlich, oder?

Oh ja. Schade das es immer wieder solche Idioten gibt, die Ihre Geilheit nicht im Griff haben und denken Sie können anderen Menschen einfach mal so benutzen.
Es soll ja auch Leute geben, die heimlich im Schuhladen Kundinnen fotografieren und sich daran aufgeilen.
Ach Männer, manchmal seid ihr wirklich nur noch arme Würschtchen.
 
Was man im stillen Kämmerlein tut, ohne jemanden zu verletzen ist das Eine. Aber so wie oben beschrieben, das geht viel zu weit und ist nicht gut für uns.
 
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