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Die Frage wird aufkommen: WARUM trägst Du Strumpfhosen.
Dazu solltest Du eine Reihe von Argumenten parat haben, die Du je nach sozialem Umfeld ziehen kannst.
Im Prinzip hast Du recht, ABER:Das würde dann aber schon wieder in die Rechtfertigungs-Richtung laufen. Wenn er normale Socken tragen würde, bräuchte er ja auch keine Argumente aufzuführen, warum er das tut.
Es gibt sehr, sehr viele Argumente. Du hattest ja schon einiges angesprochen. Als das Wichtige sehe ich, dass man sich VORHER Gedanken macht. Welche der 10-20 Argumente man dann tatsächlich ausspricht ergibt sich situativ. Und häufig kommt dann im Gespräch eins nach dem Anderen der Argumente.Dann spricht überhaupt nichts dagegen, @fshgeorg ehrlich zu antworten. Ich sage möglicherweise, dass es mich früher angemacht hat, es sich mittlerweile einfach angenehm anfühlt. Wenn dann die Frage kommt: aber warum!? Wäre die ehrliche Antwort: weil ich gefühlt zwischen den Geschlechtern stehe. Ob ich in der Situation dann so ehrlich sein möchte, hängt davon ab, wer mich, wie, fragt.
Läuft es bei „unnormalen“ Sachen oder Klamotten nicht immer auf Rechtfertigen hinaus? Ansonsten hätte ja das Attribut normal vor Socken in deinem Satz keinen Daseinsgrund. Ich sag mal so: Eine Winterjacke im Hochsommer kann zuerst verstörend wirken, weil unnormal. Wenn die Person darin als „Rechtfertigung“ eine Krankheit angibt, ist es plötzlich plausibel, immer noch nicht normal. Die Frage wäre also: Was ist mindestens ein plausibler Grund für Männer, Feinstrumpfhosen anzuziehen. Und dann muss man dazu stehen, weil es immer noch für die Mehrheit unnormal ist. Ob etwas als normal oder unnormal empfunden wird, liegt immer beim Betrachter, nie beim Strumpfhosenträger.Das würde dann aber schon wieder in die Rechtfertigungs-Richtung laufen. Wenn er normale Socken tragen würde, bräuchte er ja auch keine Argumente aufzuführen, warum er das tut.
Vielleicht ist es ja beides, @florenzfalke - der Betrachter und der Träger. Ich behaupte kühn: je stimmiger der Träger wirkt, desto normaler wird dieser auf die Betrachtenden wirkenOb etwas als normal oder unnormal empfunden wird, liegt immer beim Betrachter, nie beim Strumpfhosenträger.