Männermode und Strumpfhosen

Ich weiß, ich bin jetzt wieder furchtbar konservativ. Aber manchmal bin ich es gerne.

steffiSH: es gibt immer Esel die etwas dagegen haben . . .

Wenn wir mal genau hin schauen, ist es doch schon so, dass sich die Geschlechter immer mehr vermischen.
Egal welches Thema in der Öffentlichkeit diskutiert wird, zu allem wird doch heute mindestens ein Schwuler, eine Lesbe und eine Transe nach der Meinung dazu befragt. Es ist doch schon "Hipp" geworden gleichgeschlechtlich zu lieben/leben oder zu mindest dafür eine Symphatie zu haben.

Ich sage es hier ganz offen, bei aller Weiblichkeit die ich in mir trage und so gerne ich auch damit spiele. Aber sollte Das zur Normalität werden? Ich denke nicht. Das Grundmodell "Frau,Mann,Kind" denke ich, sollte auf jedem Fall Grundsatz und Fortbestand bleiben und haben. Auch wenn ich selbst kinderlos bin. In diesem Falle stört mich meine Steuerklasse 1 nicht im Geringsten.

Stellen wir uns doch mal vor, die Geschlechtervermischung schreitet weiter fort. Männer werden immer weiblicher, Frauen immer universeller. Nicht nur in der Kleidung, auch im Denken und Handeln.

Wer in der Welt nimmt uns dann in 15 oder 20 Jahren noch ernst? Kann man das nachfolgende Generationen antun?

Nein nein, so gerne wir auch unser Laster ausleben, so gerne wir es auch genießen "anders als andere" zu sein, sollten und müssen wir eine kleine Randgruppe bleiben.

Zu vieles ginge dabei kaputt.

Ist das die Sache wert? . . .
 
Stellen wir uns doch mal vor, die Geschlechtervermischung schreitet weiter fort. Männer werden immer weiblicher, Frauen immer universeller. Nicht nur in der Kleidung, auch im Denken und Handeln.

Wer in der Welt nimmt uns dann in 15 oder 20 Jahren noch ernst? Kann man das nachfolgende Generationen antun?

So lange Frauen weniger verdienen als Männer bei gleicher Tätigkeit oder nicht dieselben Aufstiegschancen haben, ist die Arbeit nicht getan und muß weiter gehen. Nachfolgende Generationen werden uns danken.

Gesprochen von einer lesbischen Transfrau.
 
Mach dir mal keine Sorgen, Beinkleid - die Normalos bleiben in der Mehrzahl. Andersartige gibt es sichtbar sowieso nur in unseren Millionenstädten oder Ü500.000-Städten. Wenn ich in meine Heimat nach St.Peter-Ording fahre, beginnt die Normalität schon hinter Hamburg im Zug. Keine sichtbaren Schwule,Lesben, TI/TS/TV usw. Nur Kerle, Muttis, Opas und Omas, quatschende Tussis usw. Voll normal eben, vor allem in Deutschland. Arbeit/Qualität/Pünktlichkeit/Ordnung/Vater,Mutter,Kinder usw.
Darum bin ich u.a.1981 nach Berlin gezogen. Hier hoffte ich, mich frei en femme zeigen zu können. Hat ja auch oft geklappt.
 
Ich denke mal, dass hier niemand etwas gegen Gleichberechtigung hat, aber manche verwechseln das mit Gleichmacherei. Das hat noch nie funktioniert, und es wird auch nie funktionieren. Das gilt für die Mode genauso wie für alle anderen gesellschaftlichen Aspekte die daraus resultieren, dass es nun einmal evolutionsbedingt 2 Geschlechter gibt. Bevor jetzt wieder kommt, dass mehr als 2 Geschlechter gibt. Die eigene Geschlechtszugehörigkeit steht für über 99 % der Bevölkerung sowohl biologisch als auch gefühlt außer Frage.
 
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Mit der Mode habe ich so meine Mühe, sie wird ja nicht durch uns gelenkt sondern an den Schreibtischen einiger Industrieller ausgearbeitet. Es gibt dann noch die Gewohnheit aus der wir uns nicht so leicht herausbringen lassen. Mode ist auch nicht einheitlich, in Indien oder Afrika werden andere Prioritäten gesetzt. Letztes Jahr wurde beschlossen, die Farbe GELB im 2018 zu forcieren, noch habe ich nicht viel davon gesehen - da bin ich gespannt was noch auf uns zu kommt.
Ich würde mich eher als Individualisten bezeichnen. Die Mode geht an mir vorüber und ich tue was mir Spass macht. Gelbe Strumpfhosen 40DEN werde ich mir jedenfalls besorgen und bin gespannt wie die Umwelt reagiert wenn ich diese dann mit kurzen Hosen trage.
 
Also mit diesen bunten Farben kann ich nichts anfangen , auch nicht an Frauenbeine. Und die Umwelt wird sicher irritiert reagieren . Ich würde diese bunten Strumpfhosen bestenfalls zum Karneval anziehen . Aber hier gibt es keinen nennenswerten Karneval .
Und die Events wo ich hingehe haben als Grundton dunkel - dunkelblau , schwarz oder Hautton / transparent wäre da angesagt , es muss zur restlichen Kleidung passen . Und Strassenoutfit wäre das auch nicht für mich , das schon gar nicht .
Gothic, Steampunk , Fetish auf solchen Events ist immer schwarz /dunkel angesagt . Zu schwarzen Shirt & schwarzen Shorts bzw. Rock gelbe Strumpfhosen ? Geht nicht .

Und dann - was soll zu gelb passen ? Zu schwarz passt fast alles ( na ja bei hellen Shorts auch weniger , da dann wieder Hautton ) .

Aber wenn es Dir gefällt - Why not ! Und diese bunten Strumpfhosen sind eigentlich nicht neu und auch im Handel verfügbar . Wenn du es machst trotzdem viel Spaß damit .
 
Zitat Binnies : [
Darum bin ich u.a.1981 nach Berlin gezogen. Hier hoffte ich, mich frei en femme zeigen zu können. Hat ja auch oft geklappt.[/QUOTE]

@ Binnies - mich würde mal interessieren wie stark der Unterschied zwischen einer Kleinstadt und Berlin ist und worin er sich darstellt . Mir fehlt der wirkliche Vergleich . Schaut wirklich jeder auf jeden ?
Denn auch in einer Großstadt schafft man es ja auch aufzufallen , Blicke auf sich zu ziehen oder mal einen Spruch zu hören . Die immer gepriesene Toleranz ist ja relativ .
 
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@Mumbel: ich kann es dir auch nicht genau sagen, denn ich habe es in der 2000-Einwohner-Stadt bei SPO verheimlicht. Ich bin nur ein paarmal im Sommer 1974 nachts in Unterhemd und hautfarbener FSH ohne Schuhe durch die hinteren Straßen gelaufen. Das weiss bis heute keiner. Man hätte mich wahrscheinlich gelyncht, wenn man mich so gesehen hätte. Aber ich wußte ja, dass alle schliefen auch in meinem Elternhaus. Aber es war schon ein toller Nervenkitzel. Ach ja, ich war damals noch ein paar mal tagsüber so im Nachbargartenhaus zugange. Verrückt eben.
 
@Mumbel
Die Umwelt reagiert auf Farben nicht irritiert, höchstens verwundert. Dies kann ich Dir als langjähriger Strumpfhosenträger weitergeben, weder im Bus, Bahn, Plätzen, beim Wandern oder sonnst wo. Männer schauen meist, wie wenn sie nichts gesehen hätten, weg. Frauen fragen manchmal sogar wo man denn farbiges kriegt oder andere Details - so jedenfalls meine Erfahrung. Ach ja im Beruf und am Arbeitsplatz verhalte ich mich nicht viel anders. Lieferanten und Kunden haben gemeinsam, dass sie was von mir wollen und somit sowieso tolerant sind. Meine Mitarbeiter sind auch sehr individuell.
Die grössten Probleme, als alles anfing, hatte ich mit mir selber, ich dachte dies und jenes und machte mir viel zu viel Sorgen. Heute bin ich froh durch all diese Prozesse durch zu sein und in ein paar Wochen habe ich Fachmesse, da bleibt die Strumpfhose dann unter der Hose, zu viele verschiedene Kulturen und da lasse ich dem Mainstream mehr Platz. Auch die Inder und Araber sowie Chinesen kommen da im Anzug. Standard Uniform halt, sogar die meisten Frauen halten sich dran.
 
Ok , da fehlt mir definitiv die Erfahrung . Ich sag ja - wenn's für dich Ok ist und es zu Dir passt - Why not . Da ist natürlich auch das Umfeld wichtig , ginge bei mir auf Grund der Tätigkeit u. der Mitarbeiter nicht . (Thema Engstirnig .. )
Obwohl es vielleicht sogar ganz nett wäre . Aber egal , muss nicht sein . Privat ist privat . Job ist Job . Ist ja bei Frauen ähnlich , Job ist immer schwierig .

Für mich sind diese bunten Farben halt nichts . Ich bleibe bei Schwarz , dunkelblau , Hautton .
 
Die Farbe ist eine Sache, hier habe viele ja schon Probleme mit der Strumpfhose an sich. Bei Leggings (also Strumpfhose ohne Fuss) ist die Schwelle viel niedriger, ist also vornehmlich eine Kopfsache, man hat das Gefühl negativ aufzufallen.
Ich kann mich erinnern, als ich klein war hatte meine Mutter auch immer einen Roch bei der Haustüre hängen um schnell aus der Hose in den Rock zu wechseln. Es war eben noch Anfang der 60er und noch nicht Mode.
 
Stimmt. Irgendwie etwas verrückt.
Vielleicht macht man es sich auch selber etwas zu schwer .
 
Wer in der Welt nimmt uns dann in 15 oder 20 Jahren noch ernst?
Ich denke da brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen - die Welt ändert sich, wohin, in welche Richtung weiß Keine/r.
Als Kind wollte ich mir nie die Haare schneiden lassen, meine Eltern sagten zu mir: Willste ein Beatle oder ein Mädchen sein? ; Nein das wollte ich natürlich nicht, obwohl ich nicht genau wußte was das ist (muß was schlechtes sein). Heute habe ich lange Haare!
Man wird ernst genommen wenn man seine Dinge mit Überzeugung tut !
 
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