Lehrer, Angestellte, Arbeiter und ihre Stellung in Sozialsystemen

JEDER Mensch bekommt genau die Rente die er verdient hat und wer nicht privat versorgt oder vorgesorgt hat der hat in seinem Leben schlicht was falsch gemacht. Die Zeiten der Vollkaskomentalität sind vorbei.
Ist ja jetzt, was neue Argumente angeht, oder Bezug zum Thema eher dünn, findest du nicht?
Aber gut, nächstes Jahr zu Weihnachten back ich auch wieder lecker Allgemeinplätzchen ;)
 
Ist ja jetzt, was neue Argumente angeht, oder Bezug zum Thema eher dünn, findest du nicht?
Das mag so sein. Ich hatte auch nicht vor einen Roman zu schreiben, sondern will nur meinen Standpunkt klar machen. Wer jetzt Flaschen sammeln muß, der weiß das er im nächsten Leben eine andere Strategie anwenden muß.
 
wobei man dann gern unterschwellig weitere eigene Vorurteile einbringt, die das Klima vergiften.
Ich will dafür die Beispiele nicht zusammensuchen, aber der "Ösi" fiel mir da schon mal auf und dann so anekdotische Evidenzen, dass "die Pfandsammler, die ICH so wahrnehme, ja keine Rentner sind" und dergleichen mehr.
Was soll denn das heissen? Ich kann nur über Pfandflaschensammler schreiben, die ich auch sehe. Und da waren wenige Rentner dabei. Aber egal, was du denkst und schreibst, bist du der Meinung, ein Rentner muss das Pfand sammeln, um über die Runden zu kommen?
Wenn du meine Beobachtungen als anekdotische Evidenz deklarierst, wo siehst du dann bitte bei Krabats These wissenschaftlich fundierte, statistische Evidenz?
Ich glaube nicht das in Österreich soviele Rentner wie bei uns dazu gezwungen sind mit Pfandflaschensammeln ihre Rente zu ergänzen.
Was soll ich davon halten, dass du mit zweierlei Mass misst? Nicht viel! Ich lese deinen Text und wundere mich. Über deine Vorurteile einigen gegenüber, zum Beispiel auch mir.
 
JEDER Mensch bekommt genau die Rente die er verdient hat und wer nicht privat versorgt oder vorgesorgt hat der hat in seinem Leben schlicht was falsch gemacht. Die Zeiten der Vollkaskomentalität sind vorbei.
Das halte ich als gesellschaftspolitisch für ein wenig gefährlich. Eine solide Versorgung nach dem Arbeitsleben sollte schon zwingender Maßen gegeben sein. Und die Arbeitnehmer kann man meines Erachtens schon zu Aktivzeiten dazu zwingen, diese zu finanzieren. Ansonsten ergeben sich in der Rente viele Verarmte, die dann Zuschüsse als dem allgemeinen Budget brauchen. Wie kommen die anderen dazu, das zu finanzieren wenn man es hätte vermeiden können?

In Österreich gibt es zwar auch eine ganze Reihe anderer Pensionsversicherungen (Ärzte, Steuerberater, Großbanken), aber das Gros der nicht beamteten Menschen ist bei der PVA pensionsversichert. Auch das sorgt für Verteilugnsgerechtigkeit, denn alle werden gleich versorgt, "Zocker-Erfolge" der Veranlagung einzelner Anbieter egalisiert.

Man kann Zusatzversicherungen bei anderen Unternehmen abschließen und man kann in der PVA Beiträge zur Höherversicherung einzahlen, aktuell jährlich um die 12.000 Euro. Letzteres ist tatsächlich der bessere Deal, sicherer, höhere Rendite, ein wenig steuerbegünstigt, witwenrentenfähig.


Ähnlich und doch anders ist es hier mit der Krankenversicherung. Die ÖGK ist für alle Dienstnehmer da.

Allerdings: Beamte, Lehrer, Landwirte und Selbsständige sind bei der SVS versichert, wo man etwas weniger einzahlt, ein klein wenig anders abgedeckte Leistungen bekommt (zB 1. Klasse im Krankenhaus), dafür aber auch 20% (selten 10%) Selbstbehalt bezahlen "darf". Persönlich finde ich die Sache mit dem Selbstbehalt — dann aber gedeckelt auf einen vom Einkommen abhängigen Maximalbetrag — als grundsätzlich eine gute Sache, die die Eigenverantwortung fördert.
 
Was soll denn das heissen? Ich kann nur über Pfandflaschensammler schreiben, die ich auch sehe. Und da waren wenige Rentner dabei. Aber egal, was du denkst und schreibst, bist du der Meinung, ein Rentner muss das Pfand sammeln, um über die Runden zu kommen?
Wenn du meine Beobachtungen als anekdotische Evidenz deklarierst, wo siehst du dann bitte bei Krabats These wissenschaftlich fundierte, statistische Evidenz?
Wie Dir sicher nicht entangen ist, verfasste ich meinen Beitrag offtopic, was den Bezug zum eigentlichen Thema der Diskussion angeht, sondern schrieb meine Gedanken zu Krabats posting #12.
Da bot sich diese Stelle mit der anekdotischen Evidenz als Beispiel für eine unglückliche Kommunikation an, wenn ich auch zugeben muss, dass ich vielleicht bessere hätte finden können, es war mir aber durch die zeitliche Nähe in diesem Thread gerade noch im Gedächtnis.

Eigene Beobachtungen haben immer nur den Wert der anekdotischen Evidenz, e.g. kann das Waldsterben faktisch existieren, auch wenn ich rechts und links der Autobahn nur grüne Bäume sehe, und @Krabat selbst hat nirgends behauptet, er habe Belege, dass es in Österreich mit den Pfandsammlern unter Rentnern anders aussehe, er schrieb, er "glaube", dass es dort anders sei.
Auch wenn Krabats Text natürlich seine Sicht nahelegt, behaupete er anders als du nicht, es könne ja nur so sein, weil er selbst es so wahrnähme, das sind also zwei verschiedene Paar Schuhe.
 
JEDER Mensch bekommt genau die Rente die er verdient hat und wer nicht privat versorgt oder vorgesorgt hat der hat in seinem Leben schlicht was falsch gemacht. Die Zeiten der Vollkaskomentalität sind vorbei.
Oh, danke, das ist sehr bemerkenswert und hilfreich,
dass Du ohne einen Blick auf meine Situation und Lebensgeschichte genau weisst, wo der Hase im Pfeffer liegt.

So werde ich denn in nicht allzu ferner Zukunft (beim Flaschen sammeln) mich absolut verantwortungsbewusst zeigen, und zwar jedem gegenüber, der mich fälschlicherweise ob meiner Lebenssituation bedauern oder gar helfen möchte.

Schließlich war es meine Entscheidung, das Geld in jüngeren Jahren lieber für essen und Miete auszugeben anstatt für meine Rente (von der damals tatsächlich noch behauptet wurde, sie sei sicher).

Dumm von mir.
Damals, mit Ende zwanzig, drei kleinen Kindern und der Kerl über alle Berge.

SiSi <--- angemessen zerknirscht
 
Oh, danke, das ist sehr bemerkenswert und hilfreich,
dass Du ohne einen Blick auf meine Situation und Lebensgeschichte genau weisst, wo der Hase im Pfeffer liegt.
Meine Äußerung was KEINESFALLS auf Dich bezogen da es nur meine grundsätzliche Überzeugung ist.
 
und @Krabat selbst hat nirgends behauptet, er habe Belege, dass es in Österreich mit den Pfandsammlern unter Rentnern anders aussehe, er schrieb, er "glaube", dass es dort anders sei.
Auch wenn Krabats Text natürlich seine Sicht nahelegt, behaupete er anders als du nicht, es könne ja nur so sein, weil er selbst es so wahrnähme, das sind also zwei verschiedene Paar Schuhe.
Falsch wiedergegeben. Krabat schrieb:
Ich glaube nicht das in Österreich soviele Rentner wie bei uns dazu gezwungen sind mit Pfandflaschensammeln ihre Rente zu ergänzen.
Ich lese das sehr wohl als Behauptung, in Deutschland wären mehr Rentner als in Österreich dazu gezwungen, ihre Rente durch Pfandflaschensammeln zu ergänzen. Der Glaube bezieht sich damit auf den Vergleich zum Nachbarn, während die unbelegte Behauptung aufgestellt wird, viele unserer Rentner seien auf das Flaschenpfand angewiesen.
BTW, Ich habe eben auch nie behauptet, ich hätte Belege. Bei mir kommentierst du es als anekdotische Evidenz, nur weil ich nicht das Wörtchen „glaube“ dazu geschrieben habe.
Du kannst das anders lesen. Dann muss ich akzeptieren, dass du diesen Text verschieden interpretierst. Krabat könnte dann noch Auskunft geben, woher die Annahme stammt, dass viele Rentner Flaschen sammeln.
 
Damals, mit Ende zwanzig, drei kleinen Kindern und der Kerl über alle Berge.
Kopf hoch, die Zeiten ändern sich auch wieder. Man bleibt nicht lange Ende zwanzig, die Kinder wachsen und nach dem Bergläufer kommt ein Bleibender.
Im Ernst, ich weiss sehr wohl, was du meinst. Aber meine (anekdotische) Erfahrung ist, dass Frauen mit miesen Erfahrungen besser umgehen können als Männer und daraus die besseren Schlüsse ziehen. Eigentlich sind Frauen stärker als Männer - mental jedenfalls.

Und @Gotti: Es gibt nie nur schwarz oder weiss. Man kann Leuten nur etwas vorwerfen, wenn sie anders gekonnt hätten, aber absichtlich nicht vorgesorgt haben.
 
Und genau hier wird die Kommunikation gerade wieder zum Duell, wer denn nun der Pächter der Weisheit sei.
Das "Kleingedruckte" in posting #11 hat dich stark getriggert, verständlich, aber gerade lieferst du Evidenz dafür, dass es gar nicht so weit an der Wahrheit vorbei gegangen sein könnte.
Ich duelliere mich nicht. #11 hat kein Kleingedrucktes und das in #12 habe ich nicht gelesen. Es war mir einfach zu klein, also kann es mich nicht getriggert haben.
 
… wenn sie anders gekonnt hätten, aber absichtlich nicht vorgesorgt haben.
Und genau hier ist die Krux an der Sache: In jungen Jahren unterschätzt man nur zu leicht die Folgen des Nicht-Investierens in die Altersversorgung. Dass hier das System lenkend eingreift und etwas mehr einfordert, als man aus freien Stücken geben würde, ist in meinen Augen kein Fehler und spart so manches Weh im Alter.
 
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