JEDER Mensch bekommt genau die Rente die er verdient hat und wer nicht privat versorgt oder vorgesorgt hat der hat in seinem Leben schlicht was falsch gemacht. Die Zeiten der Vollkaskomentalität sind vorbei.
Das halte ich als gesellschaftspolitisch für ein wenig gefährlich. Eine solide Versorgung nach dem Arbeitsleben sollte schon zwingender Maßen gegeben sein. Und die Arbeitnehmer kann man meines Erachtens schon zu Aktivzeiten dazu zwingen, diese zu finanzieren. Ansonsten ergeben sich in der Rente viele Verarmte, die dann Zuschüsse als dem allgemeinen Budget brauchen. Wie kommen die anderen dazu, das zu finanzieren wenn man es hätte vermeiden können?
In Österreich gibt es zwar auch eine ganze Reihe anderer Pensionsversicherungen (Ärzte, Steuerberater, Großbanken), aber das Gros der nicht beamteten Menschen ist bei der PVA pensionsversichert. Auch das sorgt für Verteilugnsgerechtigkeit, denn alle werden gleich versorgt, "Zocker-Erfolge" der Veranlagung einzelner Anbieter egalisiert.
Man kann Zusatzversicherungen bei anderen Unternehmen abschließen und man kann in der PVA Beiträge zur Höherversicherung einzahlen, aktuell jährlich um die 12.000 Euro. Letzteres ist tatsächlich der bessere Deal, sicherer, höhere Rendite, ein wenig steuerbegünstigt, witwenrentenfähig.
Ähnlich und doch anders ist es hier mit der Krankenversicherung. Die ÖGK ist für alle Dienstnehmer da.
Allerdings: Beamte, Lehrer, Landwirte und Selbsständige sind bei der SVS versichert, wo man etwas weniger einzahlt, ein klein wenig anders abgedeckte Leistungen bekommt (zB 1. Klasse im Krankenhaus), dafür aber auch 20% (selten 10%) Selbstbehalt bezahlen "darf". Persönlich finde ich die Sache mit dem Selbstbehalt — dann aber gedeckelt auf einen vom Einkommen abhängigen Maximalbetrag — als grundsätzlich eine gute Sache, die die Eigenverantwortung fördert.