Strumpfhosen in Büchern

„Voll neben dem Gleis“ von Marten de Trieste. Ist Anfang September erschienen. Ist zwar ein (autobiografischer) Roman, eine Liebesgeschichte, aber auf den 406 Seiten geht es häufig um das Thema Strumpfhosen. Unter anderem deshalb, weil nicht nur die Geliebtes des Protagonisten sie mag und häufig für ihn anzieht, sondern weil er selbst welche trägt. Auch das Umschlagfoto zeigt eine Frau in einer blickdichten roten Strumpfhose und gibt damit bereits einen Hinweis darauf, dass dieses Thema wichtig sein könnte.
 
Marten de Trieste hat ein Faible für Strumpfhosen. Das hat er schon in dem oben genannten Buch gezeigt. Er mag Nylon schon seit seiner Kindheit. Nicht nur an den Beinen von Frauen. Heute trägt er als erwachsener Mann selbst seit Jahrenzehnten Strumpfhosen. In seinem neuen erotischen Roman „40 DEN | Erlebnisse eines Strumpfhosenfans“ berichtet der Autor über einige seiner Erlebnisse in Sachen Erotik mit Strumpfhosen. Erste sexuelle Erfahrungen als Heranwachsender, Sex zu zweit und zu dritt, das Ausleben der Bedürfnisse in einer freien Ehe, Besuche in einem Swingerklub und der Einsatz von Spielzeugen in Kombination mit Feinstrumpfhosen sind nur einige Themen, um die es in diesem Werk geht.

Hier gibt es einge Leseproben aus dem Roman.
 
Und hier auch nich ein harmloses Zitat. In dem Buch geht es auch heftiger und detaillierter zur Sache. «Als die Kellnerin gegangen war, griff ich das Thema Strumpfhose wieder auf und gab Lidija einen kleinen Einblick in meine Entwicklung als Nylonfan. Sie erfuhr nicht alle Details, wusste aber schließlich, dass ich bereits als Jugendlicher von Feinstrumpfhosen geschwärmt hatte. Dass ich damals selbst welche angezogen hatte und es auch heute noch machen würde, behielt ich für mich. Ebenso wie die Tatsache, dass ich in dem Moment, in dem ich ihr gegenübersaß, eine Feinstrumpfhose unter meiner Jeans trug.
Die Gelegenheit für ein entsprechendes „Geständnis“ ergab sich Wochen später. Wir hatten uns mittlerweile einige Male getroffen. Unsere Abende begannen stets in einem Restaurant, von wo aus wir ihre Wohnung ansteuerten. Lidija hatte sich vor einigen Monaten von ihrem Freund getrennt. Sie suchte nicht nach einer festen Beziehung, weil sie die Trennung erst einmal innerlich verarbeiten wollte. Auf Sex wollte sie aber nicht verzichten. Das Arrangement mit mir passte deshalb hervorragend in ihr Leben.
Mein Faible für Strumpfhosen hatte sie schnell verinnerlicht. Sie war sich ihres Aussehens und ihrer Wirkung auf andere bewusst. Wenn wir uns trafen, trug sie regelmäßig eine Feinstrumpfhose, kombiniert mit unterschiedlich langen Röcken. Insbesondere die kurzen Varianten sorgten dann für bewundernde Blicke. Bei mir und Männern, denen wir begegneten. Ich beobachtete oft, dass diese sie offen oder heimlich anglotzten, wenn sie beispielsweise ein Restaurant auf dem Weg zur Toilette durchquerte. Als besonders aufregend empfand ich es, wenn sie an kühleren Tagen zwei dünne Feinstrumpfhosen übereinander anzog. Dadurch entstand ein ganz besonderer optischer Effekt, der verstärkt wurde, wenn es sich um zwei verschiedenfarbige Modelle handelte.
Unsere Dates waren zu einem Ritual geworden. Wir schlugen abwechselnd ein Restaurant vor, in dem wir uns trafen. Oft dienten dabei die Empfehlungen des Stadtmagazins, in dem auch meine Kontaktanzeige gestanden hatte, als Anregung. Schon während des Essens konnte ich meine Freude über ihr Aussehen meistens kaum verhehlen. Oft setzen wir uns nicht, wie üblich, gegenüber hin, sondern nahmen nebeneinander Platz. Ich nutzte dann die Gelegenheit, möglichst häufig ihre Beine zu berühren. In ihrer Wohnung verschwendeten wir keine Zeit und suchten, nach einem kurzen Abstecher ins Bad, direkt das Schlafzimmer auf. Ich ließ ihr beim Gang ins Bad stets den Vortritt, damit sie sich vor mir ihrer Kleidung entledigen konnte. Gesellte ich mich kurz darauf zu ihr, trug sie gewöhnlich nur noch eine Strumpfhose. Dann erwarteten mich ihr sportlicher Körper mit langen, schlanken Beinen, einem flachen Bauch und einem hervortretenden Venushügel, über den sich mal nahtloser Stoff, mal Nylon mit einer Naht spannte.»
 
Sasa Hanten-Schmidts „Spiel mit mir“ ist eine vergnügliche Reise durch die Untiefen der Kunstwelt und damit vieles zugleich: eine optimistische Lebenshilfe ebenso wie autobiografische Skizze, eine scharfsinnige Selbstbeobachtung und nicht zuletzt eine Liebesgeschichte. Auf ihrem Lebensweg von einem einsamen Gehöft in der Pfalz und der erlebnisgesättigten Kindheit dort bis zum Wartebereich eines Londoner Flughafens hat die Autorin und Kabarettistin Einsichten zum Leben, zu Kunst als Passion, zu Geld, Obst und Strumpfhosen gesammelt, die sie mit viel Humor auszuteilen versteht: messerscharf, aber immer unterhaltsam, selbstironisch, originell. Am 5. Oktober stellt sie ihr Buch in der Pfalzgalerie vor.

Quelle: https://www.nachrichten-kl.de/2023/09/21/lesetipps-von-der-buchhandlung-blaue-blume-21-09/
 
Die Rezension des Romans "Verfall" von Vladimir Zarev trägt zwar die Überschrift "Schwarze Strumpfhosen". Aber in dem Buch geht es dann wohl doch eher um schwarze Strümpfe und schwarz-rote Strapse. Aber wer weiß, manchmal werden Strumpfhosen ja auch als Strümpfe bezeichnet. Lest selbst: https://www.zeit.de/2007/33/L-Zarev
 
Oma und Alma im Museum, Nikolaus Heidelbach, Beltz, 48 Seiten gebunden
"Beide tragen grüne Strumpfhosen, die gleichen bequemen Sneaker, dasselbe Rot für Kleid und Mantel."

Näheres zum (Kinder-)Buch unter https://www.nd-aktuell.de/artikel/1133926.ausflug-der-gruenen-strumpfhosen.html


Und gleich noch was Poetisches hinterher:

wer ließ alles gleichzeitig in der welt sein?
aus dem nylonhimmel der wäscheleinen
flattertanzten strumpfhosen wie die haut des
bartholomäus.

Aus einem Gedicht des deutschen Schriftstellers und Lyrikers Jan Wagner (*1971 in Hamburg)

s.a. https://www.swr.de/kultur/literatur/bestenliste-2023-11-07-104.html




 
Hallo!
Anlassbezogen habe ich jetzt mal 10 Seiten hier im Forum durchgeschaut aber keinen Thread für Strumpfhosen in Büchern gefunden. Zugegeben, "Literatur" war mir dann doch zu hoch gegriffen für das, was ich da posten wollte. :)
Ich lese gerne am Kindle erotische Geschichten, die dann natürlich auch meinen Vorlieben entsprechen sollten. Zugegeben, da ist viel BDSM-lastige Literatur dabei. Aber tatsächlich ist diese Geschichte wohl auch für manche Strumpfhosenfans interessant, weshalb ich mal hier ausnahmsweise nicht nur in den YouTube-, Film- und Bücherthread mitlese, sondern euch auch mal eine Empfehlung gebe.
Wobei aber wichtig ist: Wie gesagt, das ist eher eine BDSM-Geschichte! Aber eine, wie ich finde, sehr ungewöhnliche, und ich lese doch recht viele aus diesem Genre. Ungewöhnlich im positiven Sinn, weil nicht so plump wie viele andere. Und vielleicht ist es sogar für Leute, die mit BDSM nichts anfangen können, trotzdem interessant. Da bin ich mir aber nicht sicher, weil es mich ja generell anmacht.
Ich bin Zeit meines erwachsenen Lebens von Strumpfhosen fasziniert gewesen (Halterlose und Strapsstrümpfe lassen mich komplett kalt). Alleine das Wort irgendwo zu hören oder lesen war immer schon toll für mich. Das ist im Prinzip lächerlich, aber ich denke, hier werden mich einige verstehen. Beim Supermarkt musste ich immer schon durch den Gang mit den Strumpfhosen gehen. Zwanghaft, ohne eigentlichen Nutzen. Aber das Wort alleine zieht mich an.
Wie gesagt, wer BDSM mag, der kann hier dem ganzen Roman eine Chance geben. Im ersten Kapitel werden Strumpfhosen zwei oder dreimal nebenbei erwähnt (was mich eben alleine schon anmacht, speziell weil das Wort komplett nebenbei fällt), im zweiten dann (glaube ich) gar nicht, oder fast nicht, aber im dritten Kapitel und fünften kommen die Liebhaber von Strumpfhosen, und gerüchteweise sollte es hier einige davon geben, wirklich auf ihren Geschmack. Aber ganz anders, als man vielleicht von einer Empfehlung in so einem Forum erwarten würde. Nein, es ist in der Geschichte kein Fetischobjekt! Sondern ein normales Kleidungsstück für die Heldin, und - vielleicht geht es auch ja auch so - mich macht so etwas viel mehr an als eine lustvolle Inszenierung. Ich glaube, gerade deswegen mag ich Strumpfhosen viel mehr als Strümpfe. Strumpfhosen sind Alltag, Strümpfe sind ein Versuch, erotisch zu wirken. Ich gebe zu, ich mag den Alltag.
Also wer von euch Kindle Unlimited hat (ich glaube, es gibt auch ein Gratisabo für ein Monat, und man kann mittels Kindle-App am Handy die Bücher gut lesen, das mache ich nämlich auch oft in der U-Bahn), oder wer den einen Euro investieren will, dass das E-Book kostet: Maria - Wiener Lektionen heißt das Werk.
Das dritte Kapitel ist den Euro definitiv wert. Für Freunde von Strapsstrümpfen passt dann auch das vierte. Mir aber war das dritte Kapitel deutlich lieber.
LG
Cornelius
 
Strumpfhosen in Büchern!?.

In jungen Jahren gab es mal eine Zeit, da war ich der Meinung, dass man Strumpfhosen auch in Büchern verstecken kann.
Hat sich aber nicht bewiesen. Aber ich glaube das ist auch etwas ganz anderes als das gefragte-
 
Ich habe in jungen Jahren gern Trivialliteratur von Simmel und Konsalik gelesen (als Gymnasiast in SPO= verpönt) und habe mich dabei immer gefragt, trägt die weibliche Hauptperson zum Rock/Kleid noch Strapse oder schon FSH? (60er/70er Jahre) .Es wurde nie von den beiden Autoren erwähnt.
 
Ich habe in jungen Jahren gern Trivialliteratur von Simmel und Konsalik gelesen (als Gymnasiast in SPO= verpönt) und habe mich dabei immer gefragt, trägt die weibliche Hauptperson zum Rock/Kleid noch Strapse oder schon FSH? (60er/70er Jahre) .Es wurde nie von den beiden Autoren erwähnt.

Haha, da sind wir wohl partners in crime. :) Erstens, weil wir beide Eltern hatten, die Donaulandmitglieder waren (Simmel, Konsalik ... Da fehlt noch Harold Robbins), und zweitens, weil es mir ähnlich gegangen ist. Tatsächlich bis heute. Mich interessiert jetzt keine "Strumpfhosenliteratur"., wo sich die Geschichte um das Kleidungsstück dreht und alle verrückt danach sind. Genausowenig ein Strumpfhosenporno, wo die Dame 1000x über ihren Beine streicht. Das macht mich überhaupt nicht an.
Mir gefallen Bücher und Filme, in denen sie "selbstverständlich" sind. Die Frau trägt sie, sie zieht sie aus oder an, weil man das halt so macht, nicht, weil das die geschilderte Erotik ist. Sie Strumpfhose als Neben- nicht als Hautdarsteller. Denn dadurch wird es für mich realistisch.
Das eben gefällt mir an dem Maria-Roman so wahnsinnig. Das hat auch definitiv eine Frau geschrieben. Oder jedenfalls kein Mann mit Strumpfhosenfetisch. Und das macht es für mich eben so erotisch.

Edit: Ich sehe gerade, du bist schon 70. Dann waren deine Eltern vielleicht gar nicht die Donaulandmitglieder, sondern du selbst. :)
 
Sorry Cornelius, was habe ich mit der Donau zu tun? Ich bin Deutscher, war nur in St.Peter-Ording und in Berlin. An der Donau war ich nie.
 
Sorry Cornelius, was habe ich mit der Donau zu tun? Ich bin Deutscher, war nur in St.Peter-Ording und in Berlin. An der Donau war ich nie.
Oh, dacht SPO steht für die niederösterreichische Landeshauptstadt. :cool:
Dann nicht Donauland, sondern Bertelsmann Buchclub. Oder so ähnlich. Ich weiß nicht mehr genau, wie das deutsche Äquivalent hieß, aber es gab sowohl in Deutschland als auch in Österreich so eine Buchclub Abo, wo man quartalsweise Bücher bestellen musste. Freiwillig konnte man viel mehr und öfter bestellen, aber einmal im Quartal war Pflicht. Und wenn man nichts bestellte, wurde man zwangsbedient. Und zwar alle mit dem gleichen Buch. Und deswegen findet man heute noch in manchen Haushalten eine Anreihung der gleichen Bücher. Affäre Nina B, und Jimmy ging zum Regenbogen, Liebesnächte in der Taiga, ... Die fallen mir so ad hoc ein.
Vielleicht täusche ich mich ja, dann sorry. Ich wollte dir keinesfalls zu nahe treten. Aber ich find's immer lustig, wenn ich diese Bücher sehe. Oft auch in alten Telefonzellen, in denen man aussortierte Bücher ablegt.
 
Zur Erläuterung: SPO ist die allgemeine Abkürzung für St.Peter-Ording. Ort in Nordfriesland mit 12x2 KM großer Sandbank.
Da habe ich Abi gemacht und Steuerfachgehilfe gelernt (1) und als solchergearbeitet bis zu meinem Umzug nach Berlin Sommer 1981.
 
Ich bin Zeit meines erwachsenen Lebens von Strumpfhosen fasziniert gewesen (Halterlose und Strapsstrümpfe lassen mich komplett kalt). Alleine das Wort irgendwo zu hören oder lesen war immer schon toll für mich. Das ist im Prinzip lächerlich, aber ich denke, hier werden mich einige verstehen. Beim Supermarkt musste ich immer schon durch den Gang mit den Strumpfhosen gehen. Zwanghaft, ohne eigentlichen Nutzen. Aber das Wort alleine zieht mich an.
Geht mir komplett genauso! Schön zu wissen, dass ich nicht der einzige Spinner bin, der das Wort Strumpfhose schon aufregend findet und im Supermarkt grundsätzlich am Strumpfhosenregal vorbeigeht. :)
 
Lol, ich wusste es, dass ich nicht allein bin. :)

Dann beherzige meinen Buchtipp. Du wirst nicht enttäuscht werden! ;-)
 
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