Wieviel Prozent der dt. Männer tragen wohl Strumpfhosen

Wir driften gerade Richtung Off-Topic. Erst hatten wir mal wieder das Thema Gendern, jetzt diskutieren wir den Umgang miteinander in Partnerschaften...
Ja und? :). Damit folgen wir doch in bester Tradition der üblichen Diskussionskultur in diesem Forum.

Da sind schon viele gute Impulse draus entstanden ;).
 
Man kann natürlich auch ewig über Themen diskutieren die nur gefühlt werden und zu denen es keine belastbaren Zahlen gibt.
 
Deshalb gut gemachte Transfashion und so eigene Zahlen produzieren ;). Und wenn dann auch Frauen (vielleicht verstohlen) das Label der Marke tragen - dann hast du es geschafft.

Es könnte so einfach sein.

Ich stelle es mir gerade bildlich vor: eine Frau betritt unsicher den Laden. das Personal schaut kritisch auf den improvisiert aufgeschminkten 3-Tage Bart. Eine der attraktiven Transen spricht die mittlerweile enttarnte Frau an: sie wissen schon, dass das hier ein Modegeschäft für Transen ist, oder? Die Frau stammelt, läuft rot an während der Mitarbeiter entwaffend lächelt und sagt: nicht so schlimm, sie sind ja hier nicht in der typischen Situation eines Mannes, der in der Damenabteilung kauft. Ich zeige Ihnen gerne ein paar schöne Sachen :).

Mmd
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke mal die Prozentzahl würde steigen, das Männer Strumpfhosen tragen,
wenn sie viel mehr Reklame machen würden, das es auch Feinstrumpfhosen für Männer gibt.
Das glaube ich nicht. Die Strumpfhersteller würden es sofort machen, wäre hier eine Marktanfrage gegeben. Warum sollten diese Firmen Geld verschenken?

Was bedeutet es genau für euch (also für diejenigen die hohe Zahlen vermuten/ hohe Zahlen befürworten/erwarten). Normalität durch eine über Zahlen abgeleitete Häufigkeit? Legitimation?
Das sehe ich ebenso. Es wird gern subtil, bis direkt angedeutet, dass das no-go für Männer rein gesellschaftspolitisch gesteuert ist. Würden mehr Männer ihre Strumpfhosen bis knapp unter ihrem Hintern offen zeigen, wäre die Welt plötzlich begeistert. Auch das glaube ich nicht. Selbst in diesem Forum werden deutlich Grenzen gezeigt.

Herrenstrumpfhosen:
Am Bein sehe ich optisch keinen Unterschied zu Damenstrumpfhosen. Viele Schreiber hier verweigern den Griff zu derartigen Herrenstrumpfhosen, da... natürlich... der monetäre Betrachtungswinkel nicht tragbar wäre. Auf meine Frage, ob diese Meinung kippen würde, wären Herrenstrumpfhosen deutlich günstiger als Damenstrumpfhosen, habe ich keine Antwort erhalten ;).

Die Ehefrau ist so fürchterlich uneinsichtig:
Der einfache Ansatz, dass dieser Ehefrau der Anblick "einfach" nicht gefällt, wird gern ausgeblendet. Selbst in diesen Reihen wird sehr schnell im gehobenen Imperativ kommuniziert, wenn andere Schreiber ihre Strumpfhosen-Selfies in deren Antworten präsentieren. Ich würde ebenfalls meinen Unmut kundtun, würde sich meine Frau einen Vollbart ankleben, 3mm Kampfstachelfrisur tragen und Hodenimplantate in ihre Jeans stopfen. Auch wenn plötzlich viele Frauen in der Öffentlichkeit es praktizieren würde.

Daher meine Behauptung: Eine Werbekampagne und irgendwelche VIPs würden den Verkauf von Strumpfhosen an unsere Herren nicht ankurbeln oder den Prozentsatz erhöhen.
 
Also tragen doch mehr Frauen Fsh als Männer.
Q.E.D. !
Ich denke schon, dass das so ist und mehr Frauen als Männer Strumpfhosen anziehen. Alles andere wäre unrealistisch. Die Zahl von mir ist aber reine Spielerei. Ich kenne keine valide Zahl. Wenn man alle möglichen Gelegenheiten wie Feste, Feiertage und potentielle Jahreszeiten sowie Modeeinflüsse betrachtet, werden wohl mehr als 75% aller Frauen irgendwann mal welche anziehen. Bei Männern ist meine Vermutung eher, dass mehr als 75% Strumpfhosen als unmännlich kategorisch ablehnen. Sei es drum.
 
Jahrzehntelang haben diese keine Probleme damit im wording Frauen auszugrenzen
Ich finde nicht, dass das stimmt. Wenn etwas allgemein als gültig anerkannt ist, ist es nicht ausgrenzend. Dass das „alte“ wording ausgrenzend sein soll, wurde später definiert. Meine Vorfahren und auch meine Kinder stör(t)en sich am „alten wording“ nicht. Und meine Tochter wird Ärztin.
Wenn jemand sagt, „Ich gehe heut zum Arzt“ oder „Ich habe heute einen Arzttermin.“, dann ist in erster Linie der unpersönliche Berufsstand gemeint. Das ist so, wie „Ich gehe jetzt zum Metzger.“ Wenn ich eine Hausärztin habe, sage ich natürlich „Das müsste ich noch mit meiner Ärztin besprechen.“ Ich spreche sie aber natürlich nicht mit Frau Doktorin an. Daran sieht man, wie seltsam das aktuelle Gendern ist. Da werden Begriffe konstruiert und verwendet, die in der Sache nicht wirklich passen. Btw, wie verrückt ist zum Beispiel das Wort ÄrztInnen. Einen männlichen Ärzt gibt es nicht. Da ist es doch viel besser und schöner, man sagt Ärzte und Ärztinnen. Gendern ist häufig das Verkürzen und Verstümmeln der deutschen Sprache.
 
Ich gehe heut zum Arzt“ oder „Ich habe heute einen Arzttermin.“, dann ist in erster Linie der unpersönliche Berufsstand gemeint
Ja, das sehe ich als zutreffend beschrieben.
Daran sieht man, wie seltsam das aktuelle Gendern ist. Da werden Begriffe konstruiert und verwendet, die in der Sache nicht wirklich passen. Btw, wie verrückt ist zum Beispiel das Wort ÄrztInnen
Naja - ich stimme dir zu, dass es ungewohnt ist, insofern auch seltsam im sprachlichen Empfinden, sowohl beim hören, als auch in der Benutzung. Jedoch, ändert sich so etwas ziemlich schnell (wenn man möchte) und neue Muster werden adaptiert und integriert.
Auch ist es vielleicht nützlich den Kontext der Enstehung zu bedenken. Bon der Emanzipation zur faktischen Gleichstellung war ein langer Weg und ist es immer noch (bestes Beispiel dafür gleiches Geld für gleiche Leistung). Das die Sprache sich so verändert hat hängt also einerseits damit zusammen und mit einer erhöhten Sensibilität für Diskrininierung. Die Handhabung ist nicht perfekt, aber immerhin sind wir, als Gesellschaft auf dem Weg. Sicher wird es noch einige Anpassungen geben - welche zweifelsfrei sinnvoll sind.
 
Der Vollbart ist doch unrealistisch @Samuel

Aber mit der Igelfrisur würdest du wohl leben müssen.
Nun, meine Sichtweise zielte in eine andere Richtung und im Bezug auf die "Prozent-Debatte". Natürlich ist für dich und mich ein angeklebter Vollbart a la Conchita Wurst völlig "unrealistisch". Genau, wie so manch Ehefrau ihren Mann in Nylons und Lackröcken ebenso als "unrealistisch" einstufen könnte. Meine Aussage sollte eher in die Richtung lenken, dass einige Schreiber hier über ihre eigene Schmerzgrenze gegenüber dem Partner nachdenken sollten. Das sollte meine Annahme stützen, dass eine Werbekampagne sicherlich nicht den Prozentsatz der Herren in Feinstrumpfhosen erhöhen würde.
 
Okay, @Samuel - da bin ich mit dabei. Die Schmerzgrenze ausloten halte ich für eine angemessene Option. Solange es im Dialog stattfindet.
Wobei ich nicht der Meinung bin, dass der Partner irgendetwas zu erlauben, oder zu verbieten hätte.

Die Partner dürfen Wünsche äußern, dürfen kritisieren, können Konsequenzen in Aussicht stellen. Aber keiner der Partner ist des anderen Hund iSv Befehsempfänger; nicht in die eine, noch in die andere Richtung.
 
Zumindest dann auf die Verpackung schreiben für Damen und Herren oder so in der Art
 
Zumindest dann auf die Verpackung schreiben für Damen und Herren oder so in der Art
Will ich nicht. Ich will Feinstrumpfhosen für Damen. Sobald sie für Herren sind, interessieren sie mich nicht mehr. Ich bin nämlich ein Fetischist und kein Modeavantgardist.
 
Dann kauf halt die und die anderen bleiben im Regal ;).
Wie schon zeitweise angemerkt, such' ich mir sofort einen neuen Fetisch, sobald es als normal angesehen wird, dass Männer transparente Feinstrumpfhosen tragen.
 
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